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Felix Murot (Ulrich Tukur) im Tatort "Im Schmerz geboren".

Schweiger-Rekord gebrochen

Leichen-Verwirrung im Tatort: wohl 51 statt 47

Frankfurt/Main - Das Urteil der "Tatort"-Gucker bei Twitter ist eindeutig: Der Krimi am Sonntag war einer der besten seit langem. Unklar ist allerdings noch die Zahl der darin Getöteten.

Mehr als 50 statt 47? Die Rekordleichenzahl beim ARD-"Tatort" vom Sonntagabend - "Im Schmerz geboren" - ist wohl höher als vorab vom Hessischen Rundfunk (HR) kommuniziert. Nach der Erstausstrahlung des Krimis am Sonntagabend entwickelte sich im Internet und beim Kurznachrichtendienst Twitter eine lebhafte Diskussion über die Qualität des Krimis und die Anzahl der Toten darin.

Die stets genaue Experten-Seite "Tatort-Fundus" zählte dabei 51 statt 47 Leichen und führte sie in einem Artikel auf. Im HR-Format "Tatort - die Show" (im Web und bei der Radiowelle YouFM) gestand der hauseigene "Tatort"-Redakteur Jörg Himstedt, die Leichen seien "nie gezählt" worden. Ein Schauspieler habe die Zahl 47 bei einer Pressevorführung in die Welt gesetzt. Den Machern sei es jedoch nie um eine genaue Zahl gegangen.

Sicher ist: Es gibt unterschiedliche Zählweisen; je nachdem, ob man erwähnte Leichen oder nur gezeigte Tode einschließt. Das Team der "Tatort-Show" kam sogar auf 52 Leichen. Vor "Im Schmerz geboren" war der Hamburger Fall "Kopfgeld" mit Til Schweiger aus dem März 2014 mit 19 Leichen der Rekord-"Tatort" seit Gründung der ARD-Reihe im Jahr 1970.

Den Krimi vom Sonntag liebte oder hasste man: Der ungewöhnliche Krimi bot William Shakespeare und Sergio Leone, François Truffaut und Quentin Tarantino, Ludwig van Beethoven und Vincent van Gogh oder auch die Filmsprache von Lars von Trier. Außer der Titelmelodie erinnerte im vierten Fall von LKA-Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) kaum etwas an das übliche Format der beliebten Krimireihe.

Regisseur Florian Schwarz setzte nach dem Drehbuch von Michael Proehl eine dichte Geschichte in Szene, nicht nur voller Anspielungen auf allerlei kulturelle Perlen, sondern auch mit beeindruckenden Bildern und viel Musik vom hr-Sinfonieorchester.

dpa

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