+
Der neue "Tatort" aus Wien.

TV-Kritik

Wiener "Tatort": Über das Ziel hinaus

  • schließen

München - Vielleicht berührt der neue „Tatort“ aus Wien deshalb nicht, weil er eine Welt beschreibt, die dem durchschnittlichen Sonntagabend-Krimizuschauer in seinem Fernsehsessel so fremd ist wie dem Vegetarier die Käsekrainer. Lesen Sie hier unsere Kritik:

Organisierte Kriminalität, Menschenhandel, Zwangsprostitution – die Themen, mit denen sich Oberstleutnant Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Kollegin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) in „Die Kunst des Krieges“ auseinandersetzen müssen, sind erschreckend aktuell. Klar, dass Typen wie der Zuhälter Andy Mittermeier (Michael Fuith) nicht ohne sind. Dass der aber am helllichten Tage den Ermittler beim gemeinsamen Mittagessen vergiftet, will man nicht so recht glauben. Und dass der Beamte ein paar Tage später schon wieder fröhlich allein auf Fahndung geht, erst recht nicht.

Der österreichische Regisseur und Drehbuchautor Thomas Roth schießt so manches Mal über das Ziel hinaus. Beispielsweise, wenn eine entscheidende Zeugin von einer Handlangerin der Menschenschmuggler Lara Croft-mäßig aus dem Sprung heraus zu Boden gestoßen wird. Spannung erzeugt Roth damit nicht.

Und weil die Bösen von vornherein klar zugeteilt sind, fehlt es auch sonst an Überraschungen. Kein Miträtseln, kein Witz, keine unerwarteten Wendungen in der Geschichte. Schade.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mordfall Mirco: Eltern bei ZDF-Vorpremiere mit Heino Ferch
Das Schicksal von Mirco hat vor sieben Jahren bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der Junge wurde entführt, ermordet und verscharrt. Jetzt ist der Fall Mirco wieder da: Als …
Mordfall Mirco: Eltern bei ZDF-Vorpremiere mit Heino Ferch
Wegen diesem Foto wirft Netflix Biene Maja aus dem Programm
Die Biene Maja kennt man seit den 70er-Jahren als Kinderserie im TV. Jetzt warf Netflix eine Folge der neuverfilmten Serie aus dem Programm. Der Grund dafür ist …
Wegen diesem Foto wirft Netflix Biene Maja aus dem Programm
Warnstreik beim WDR: Radiomoderatoren von „1Live“ bleiben stumm
Wegen eines Warnstreiks verzichtete der WDR-Sender 1Live in den frühen Morgenstunden eine Stunde lang auf jegliche Redebeiträge und sendete stattdessen nur Musik.  
Warnstreik beim WDR: Radiomoderatoren von „1Live“ bleiben stumm
Wahlabend im TV: Private fassen sich kürzer und bieten Alternativ-Programm
Für manche Sender geht es am Wahlabend um kaum etwas anderes. ARD und ZDF berichten mehrere Stunden am Stück. Andere fassen sich kurz und sind so eine Alternative für …
Wahlabend im TV: Private fassen sich kürzer und bieten Alternativ-Programm

Kommentare