Ulrich Tukurspielt den Wiesbadener LKA-Ermittler Felix Murot.

47 Tote in einer Episode

Leichenrekord beim "Tatort"

Die ARD plant einen „Tatort“ mit Ulrich Tukur, in dem es 47 Tote geben soll. 2014 soll die Rekord-Episode gezeigt werden.

Bisher galt die Wiener Episode „Kein Entkommen“ mit Harald Krassnitzer als Chefinspektor Moritz Eisner aus dem vergangenen Jahr mit 15 Mordopfern als leichenreichste „Tatort“-Episode. Diesen Rekord will der Hessische Rundfunk (HR) nun mit dem fünften Fall für den Wiesbadener LKA-Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) brechen. In der Folge mit dem Arbeitstitel „Butterfly – im Schmerz geboren“, der für 2014 geplant ist, soll es nicht weniger als 47 Tote geben, dennoch werde die Folge nicht blutig sein, wie der HR ankündigt. „Das ist ein sehr kühner Plan. Er wird das gesamte Fernsehformat auseinanderreißen. Es wird ein philosophischer Kriminalfilm“, sagte Tukur am Montagabend.

Der 55-Jährige dreht derzeit in Frankfurt, Wiesbaden und Umgebung seinen vierten „Tatort“. „Der ist spannend“, versicherte Tukur. „Ein extrem tolles, verrücktes, wagemutiges Drehbuch“, sagte HR-Redakteur Jörg Himstedt. Murot wird von seiner Vergangenheit eingeholt, sein bester Freund von der Polizeischule (Ulrich Matthes) übt Rache. Neben Tukurs wichtiger werdender Assistentin (Barbara Philipp) spielen unter anderem auch Alexander Held und Felix von Manteuffel mit.

Am 15. Dezember ist aber erst einmal der bereits abgedrehte dritte Tukur-„Tatort“ zu sehen, der im Zirkusmilieu spielt und in dem Kommissar Murot der Gehirntumor entfernt wird. „Den Abgrund als Tumor braucht er nicht mehr“, sagte HR-Fernsehfilmchefin Liane Jessen. „Er hat den Abgrund in sich hineinverlegt.“ Ein Kommissar brauche nicht zwingend einen Abgrund, sagte Tukur. „Aber wenn man so eine Figur entwickelt, dann möchte man was von sich einbringen“, betonte er. „Ich habe Angst vor vielem in diesem sonderbaren Leben, ich verstehe vieles nicht, und ich wollte immer gerne eine Figur finden, die man weiterentwickelt, die auf der Höhe vieler Ängste ist, die andere Menschen ja auch kennen – die Angst vor Krankheit, Tod, Einsamkeit, die Angst davor, dass alles so schnell vorbei geht und vielleicht alles sinnlos ist.“

Ira Schaible

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Einen überraschenden Fake gibt es! Was ist bei „Bares für Rares“ eigentlich echt?
Horst Lichter sorgt mit seiner Trödel-Show „Bares für Rares“ täglich für hohe Einschaltquoten. Da stellt sich die Frage: Ist da alles echt oder ist einiges an der Show …
Einen überraschenden Fake gibt es! Was ist bei „Bares für Rares“ eigentlich echt?
„The Voice“: Ein Franke vertritt Bayern im Finale
Der 17-jährige Benedikt Köstler aus Burgthann bei Nürnberg vertritt Bayern beim Finale von „The Voice of Germany“. Allein unter Frauen ist er der einzige männliche …
„The Voice“: Ein Franke vertritt Bayern im Finale
Gefährlichster Recall aller Zeiten: DSDS-Jury muss mit Waffen bewacht werden
In der neuen Staffel von DSDS reisen Jury und Nachwuchssänger nach Südafrika. Nicht nur gesanglich eine große Herausforderung.
Gefährlichster Recall aller Zeiten: DSDS-Jury muss mit Waffen bewacht werden
Teilnehmerfeld von Dschungelcamp 2018 steht: Ex-Bundesligastar dabei  
Und jährlich grüßt das Känguru: Auch im Januar 2018 werden wieder so genannte Stars ins Dschungelcamp einziehen, zum Beispiel ein Schlagerstar, ein Model und ein …
Teilnehmerfeld von Dschungelcamp 2018 steht: Ex-Bundesligastar dabei  

Kommentare