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Die Kommissare Batic (rechts) und Leitmayr im Verhör. Der „Tatort - Aus der Tiefe der Zeit“ fiel beim Publikum durch.

Zuschauer meckern über neusten Krimi

Der schlechteste Tatort aller Zeiten?

München - Luxussanierung, korrupte Politiker, eine Familie, die um ihren Reichtum bangt und und und. Der „Tatort - Aus der Tiefe der Zeit“ hat viele Zuschauer verwirrt. So diskutieren sie im Internet:

Der Architekt liegt tot in der Baugrube eines neuen Luxusdomizils im Münchner Westend. Die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) kommen hinter eine Küngelei zwischen Baulöwen und Politikern. Die Kollegen einer anderen Einheit ermitteln schon. Klingt so weit nach einem ganz normalen „Tatort“.

 Was am Sonntagabend in der ARD folgte, war aber selbst einigen „Tatort“-Profis zu viel: Yoga-Übungen in der Vernehmung, ein Veteran der kroatischen Faschisten und am Ende ein verhungerter SS-Mann. Der BR hat viel in den 90-Minuten-Krimi gepackt - vielleicht zu viel. Im Internet meckern die Zuschauer über „Aus der Tiefe der Zeit“.

„Hier waren dermaßen viele Fäden, dass vom richtigen ‚Tatort‘ nix mehr übrig blieb“, schreibt Bonner-Maedche auf tz-online. „Nach ner halben Stunde hab ich abgeschaltet... Viel zu wirr...“ meint Amilie bei merkur-online. Und User Marc ergänzt: „Für mich gilt erstmal BR-Tatort Boykott!“

Vernichtende Urteile, die sich mit den Einschaltquoten decken. Mit 9,26 Millionen Zuschauern holte der „Tatort“ zwar locker den Tagessieg vor Harry Potter (RTL) und Fluch der Karibik (ProSieben). Aber 1,2 Millionen schalteten im Laufe der 90 Minuten ab oder wechselten den Sender. Ungewöhnlich für einen Sonntagabendkrimi.

Der schlechteste Tatort aller Zeiten!“, urteilt Eddie Airborne auf der Facebook-Seite des „Tatorts“. Theresa P. geht noch einen Schritt weiter: „Das ist kein ‚Tatort‘ - das ist eine Frechheit.Anja G. fasst hier das Problem vieler Zuschauer treffend zusammen: „Ich versteh nix, die Dialoge sind Mist... Die Kameraführung und die ganzen Schnitte... Aua...“

Der Maßstab für Regisseur Dominik Graf lag hoch. Immerhin hat er 1995 den legendären „Tatort - Frau Bu lacht“ gedreht. Zu so viel Ruhm wird er es mit der neusten Folge wohl nicht bringen. „Ich habe ganz oft den Eindruck, dass die ‚Tatort‘-Regisseure meinen, sie müssten voll abgefahrenes Zeug machen. Unnötig.“ twittert Zuschauer Matthias.

Auch wenn sie deutlich in der Minderheit waren, ein paar positive Stimmen zum neusten „Tatort“ waren in den Sozialen Netzwerken dann doch zu finden. „Das war mal in echt der Takt, der im Münchner Westend vorherrscht, ich fand den ‚Tatort‘ äußerst realitätsnah und spannend... Mir hat´s gefallen“ schreibt User und dazu bei tz-online. und Chris meint bei merkur-online: „Klasse ‚Tatort‘ gestern. Natürlich nichts für den seichten Hausgebrauch und ‚Derrick‘-Liebhaber aus den 80er Jahren. Für diese Klientel gibts ja genug Cops - ob aus Garmisch, Rosenheim oder sonstwo."

bea

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