Wieder Probleme bei Stammstrecke Richtung Osten: Züge fallen aus

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Redakteur Armin Geier (li.) traf Josh McDermitt (re.) und Austin Amelio auf dem Alten Südfriedhof.

Interview auf dem Münchner Friedhof

„The Walking Dead“-Stars: „Bei uns kann jeder sterben“

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München - The Walking Dead begeistert Millionen von Menschen. Die Zombie-Serie lockt Woche für Woche die Fans vor die Kiste. Die tz traf zwei Stars zum Interview.

Die Geschichte ist simpel: Eine Gruppe Menschen kämpft in einer Zombie-verseuchten Welt jeden Tag ums nackte Überleben. Die TV-Serie The Walking Dead ist mittlerweile die ­erfolgreichste der Welt. Knapp 18 Millionen Zuschauer schalten in den USA zu jeder Folge rund um die Untoten-Jagd ein. Derzeit sind die Serienstars Josh McDermitt (Eugene) und Austin Amelio (Dwight) zu Besuch in München. tz- Redakteur Armin Geier traf sich mit ihnen auf dem Alten Südfriedhof, um über ihren Erfolg, ihre Rollen und ihre Angst zu plaudern:

The Walking Dead: Josh McDermitt und Austin Amelio im Interview

Willkommen in München!

Josh McDermitt: Wow, ein ­Interview auf einem Friedhof. Auf die Idee ist noch keiner gekommen. Ich mach jetzt ­keine Scherze.

Austin Amelio: Toller Ort. So was Altes, Erhabenes gibt es bei uns in den Staaten gar nicht.

Na ja, Zombies, Friedhof. Ich dachte, das passt.

McDermitt: Perfekt. Ich bin froh, dass wir diesen Ort sehen dürfen.

Fangen wir an: Sie haben beide tragende Rollen in der neuen Staffel der erfolgreichsten Serie der Welt. Kann man da noch unbehelligt über die Straße gehen?

Amelio: Also ich habe ja den Vorteil, dass ich in der Serie eine riesige Narbe im Gesicht habe. Da fragen sich manche: „Ist er das jetzt wirklich?“ Und trauen sich nicht, mich anzusprechen. Aber das ändert sich langsam.

McDermitt: Und ich ertrinke gerade in Essiggurken.

Wie bitte ?

McDermitt: In einer der letzten Folgen habe ich vom Ober-Bösewicht Negan ein Glas Essiggurken bekommen, weil ich die so mag. Jetzt schicken mir Fans Kisten davon.

The Walking Dead: „Die Liebe der Fans ist großartig“

Haha – die sind gesund.

McDermitt: Ja, aber ich mag sie ja gar nicht. Nur meine Serienfigur Eugene.

Und wo sind die Gurken jetzt?

McDermitt: Ich habe sie der Tafel in Los Angeles gespendet. Da wohne ich.

Amelio: Brav von dir.

McDermitt: Aber diese Liebe der Fans ist natürlich großartig. Und was gibt es Schöneres für einen Schauspieler, als auf der Straße angesprochen zu werden?

Amelio: Stimmt. Das heißt, dass Menschen deine Arbeit verfolgen. Ich werde nie die Kollegen verstehen, die das als unangenehm empfinden.

Wissen Sie eigentlich, wie das Drehbuch weitergeht?

Amelio: Nein, wir kennen nur die zwei, drei nächsten Folgen.

McDermitt: Bei uns ist es wie bei Game of Thrones. Jeder kann jederzeit sterben, und das macht auch den Reiz aus.

Weil die Fans bei jeder Folge bibbern müssen …

McDermitt: Richtig. Ich glaube, dass mittlerweile sogar Rick das Zeitliche segnen könnte, also unsere Hauptfigur in The Walking Dead. Weil es genug starke Charaktere gibt, die die Serie weitertragen könnten. Als bei Game of Thrones Ned Stark in der ersten Staffel getötet wurde, dachte ich auch: „Was machen die?? Ich mag den! Das geht nicht!“ Die Serie blieb aber großartig.

„Niemand in The Walking Dead ist nur schwarz oder weiß“

Da zittert man doch auch als Schauspieler … um den Job.

Amelio: Klar, aber wir beide sind derzeit einfach froh, dass wir in der siebten Staffel so wichtige Rollen haben.

Serien scheinen mittlerweile beliebter zu sein als Filme.

McDermitt: Serien haben den Vorteil, dass jeder Zuschauer alle Personen genau kennenlernen kann. Weil die Zeit dafür da ist. Da findet man dann seine Lieblinge – und die, die man hasst.

Amelio: Wie im richtigen Leben eben. Und niemand in The Walking Dead ist nur schwarz oder weiß. Meine Figur beispielsweise ist auf der Seite der Bösen – er kommt aber immer wieder in moralische Zwickmühlen. Irgendwie wäre er doch vielleicht lieber auf der Seite von Rick und seiner Truppe. Wir werden sehen.

Was schauen Sie eigentlich ­privat an?

McDermitt: Ich liebe The Americans. Tolle Serie.

Amelio: Ich fand True Detective grandios.

McDermitt: Au ja, das war fantastisch.

Amelio: Und der neue Film Hell or High Water ist großartig. Der spielt in meiner ­Heimat Texas.

Ein Texaner, der Austin heißt. Ich nehme an, in der Stadt sind Sie geboren?

Amelio: Ja, meine Mutter war da bei der Namensgebung nicht sehr einfallsreich (lacht).

Na ja, besser als El Paso als Vorname.

Amelio: Hahahaha, ja – oder San Antonio.

Die Serie wird in der Nähe von Atlanta gedreht. Wie muss ich mir das vorstellen? Fliegt man da immer hin?

McDermitt: Nein, viele von uns wohnen mittlerweile dort. Bis die Dreharbeiten abgeschlossen sind. Also teilweise schon für mehrere ­Monate.

Somit sind die Schauspieler rund um die Uhr zusammen?

Amelio: Ja, man ist wie eine Familie.

McDermitt: Witzig ist: Man hat auch noch Kontakt zu denen, die in der Serie schon gestorben sind. Weil man einfach Freunde fürs Leben gefunden hat. Michael Cudlitz, der Abraham in der Serie darstellt, will immer von mir wissen, wie es weitergeht.

Und? Sagen Sie es ihm?

McDermitt: Nur ein bisschen. Ich weiß ja selber nicht, wer bald sterben muss.

Zuletzt sorgte ein weiterer Walking Dead-Star für Aufsehen, als es Gerüchte über eine Beziehung zwischen Norman Reedus und Diane Kruger gab.

Sie kämpfen in „The Walking Dead“ gegen Zombies

Josh McDermitt (38) begann seine Karriere als Komiker für eine Radioshow in Los ­Angeles, wo er seit seinem 14. Lebensjahr wohnt. In The Walking Dead spielt er den sehr schlauen, aber auch seltsamen Dr. Eugene Porter. Dieser kann etwas sehr Hilfreiches in der Welt der Zombies: nämlich Munition herstellen.

Der Texaner Austin Amelio (28) spielt in der siebten Staffel eine wichtige Rolle als Dwight. Er ist die rechte Hand des Bösewichts Negan, führt jeden Auftrag aus, beginnt aber zu zweifeln. Austin, der erst seit Staffel sechs dabei ist, betont, dass er nie zu hoffen gewagt hätte, einmal eine „Hauptfigur zu werden“.

Hier läuft die Serie

The Walking Dead basiert auf einer Comicbuch-Serie, die seit Jahren in den USA großen Kultstatus genießt und von Robert Kirkman und Tony Moore stammt. Als der Sender amc sich vor zehn Jahren entschied, das Werk zu verfilmen, war klar, dass es eine Fangemeinde geben wird. Aber gruselige Zombies? Und tonnenweise Blut? Mit dem Titel „erfolgreichste Serie der Welt“ hatte wahrlich niemand gerechnet. In Deutschland sind die neuesten Folgen der spannenden siebten Staffel seit dem 13. Februar montags um 21 Uhr exklusiv auf Fox zu sehen (zu empfangen unter anderem über Sky und Deutsche Telekom). Heißt: Die Geschichten werden gerade mal 24 Stunden nach der US-Premiere gezeigt. Wahlweise in der deutschen Synchronfassung oder dem englischen Originalton.

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