Thomas Godoj setzt sich im "DSDS"-Finale gegen Fady Maalouf durch

Köln - Sieger sehen anders aus. Freudentänze führte Thomas Godoj nach seinem Sieg am späten Samstagabend bei der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) nicht auf.

Und auch, als er sich den Fragen von RTL-Reporterin Frauke Ludowig stellte, machte der 30-Jährige den Eindruck, als habe er die Botschaft dieser Nacht noch nicht begriffen: "Das ist alles noch nicht realisierbar, ich hatte noch keine Möglichkeit nachzudenken." Kein Vergleich mit dem extrovertierten Vorjahressieger Mark Medlock, der sein Publikum im Überschwang mit derben Worten ("Ihr Drecksäcke") bedachte. Godoj dagegen, der nun wie alle bisherigen Sieger einen Plattenvertrag erhält, blieb auch im Augenblick des Triumphes über seinen letzten im Wettbewerb verbliebenen Konkurrenten Fady Maalouf äußerlich cool: "Menschlich habe ich mich nicht verändert", meinte er.

"Es wird schwer sein, Mark Medlock vom Thron zu verdrängen", wagte Juror Andreas ("Bär") Läsker anschließend eine Prognose. Mit dem Vorjahressieger aus Offenbach hat Godoj nur eines gemeinsam - die Arbeitslosigkeit bis zur Teilnahme an der Castingshow. Ansonsten ist wenig bekannt von dem gelernten technischen Zeichner aus Recklinghausen, dessen Eltern mit ihm von Polen nach Deutschland zogen, als er vier Jahre alt war.

In der Vorrunde im Herbst hatte Juror Dieter Bohlen noch geätzt, Godoj wirke so, als sei ihm "schon dreimal im Leben der Sargdeckel auf den Kopf gefallen". Bis zum Schluss strahlte der stille junge Mann mit den langen Haaren keinen Glamour aus, doch im Finale, wo er mit seinen Titeln "Fairytale Gone Bad", "Chasing Cars" und dem eigens für ihn komponierten "Love Is You" überzeugte, stimmten 62 Prozent der Anrufer für ihn.

Für den Neuling im Showbusiness beginnen nun harte Wochen. Zunächst stehen Aftritte bei "Viva live", "Johannes B. Kerner" (ZDF) und bei der ARD-"Grand Prix Party" auf dem Programm. Es folgen die Aufnahmen fürs Debütalbum, das Ende Juni erscheinen soll. Wie lange Godoj auf der Erfolgswelle schwimmen wird, ist offen. Fest steht dagegen, dass auch der neue Superstar einen Nachfolger haben wird. RTL plant bereits die sechste Staffel.

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