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Thomas Gottschalk kaufte seiner Frau ein Schloss.

Gottschalk zieht Bilanz

Berlin - Er wollte eine „Wundertüte“ verkaufen und die „Deutungshoheit“ besitzen - aus all dem ist nichts geworden. Und warum? Thomas Gottschalk zieht zum Ende seiner ARD-Show "Gottschalk Live" Bilanz.

„Die Sendung ist nicht am öffentlich-rechtlichen System gescheitert, sondern daran, dass keiner sie sehen wollte“, sagte TV-Entertainer Thomas Gottschalk am Mittwoch zum Ende seiner ARD-Vorabendshow „Gottschalk Live“. Sie wird am 7. Juni nach nur gut vier Monaten wegen niedriger Einschaltquoten eingestellt.

Ob er sich von ARD-Programmdirektor Volker Herres hintergangen fühle, wollte Interviewer Giovanni di Lorenzo wisse, der beim „Zeit Campus Talk“ Studenten-Fragen vortrug und nachhakte. Gottschalk, der in einigen Tagen 62 Jahre alt wird, antwortete dem „Zeit“-Chefredakteur ein wenig indirekt: „Die Alternative wäre gewesen, so lange zu senden, bis es gefällt“, fuhr Gottschalk fort, der noch in der quotenstarken ZDF-Konkurrenz Ursachenforschung betrieb: „Diese Vorabendkrimis - Frauen im besten Alter in Jeans graben überall Tote aus. Halb Deutschland müsste inzwischen ermordet worden sein.“

Letztlich gab sich Gottschalk auch selbst die Verantwortung. „Nach "Wetten, dass..?" gab es keinen Weg nach oben mehr“, sagte der Moderator, der im Dezember zum letzten Mal den ZDF-Klassiker präsentiert hatte. Mit einer Zuschauerzahl in zweistelliger Millionenhöhe habe habe er die Abschiedstournee beendet. „Dann hat man mir die Todeszone angeboten. 19.20 bis 19.50 Uhr ist aber keine schlechte TV-Zeit. Unterschätzt habe ich die technischen Schwierigkeiten und diejenigen gestalterischer Art.“ Man habe auch Leute eingeladen, die „nicht so ganz meine Richtung waren“, zum Beispiel Schauspieler Karsten Speck.

Trotzdem: Auch wenn große Teile des Publikums nicht die Bereitschaft gezeigt hätten, ihm in den Vorabend zu folgen, „habe ich mit einer Million Zuschauer pro Sendung immer noch mehr Zuschauer gehabt, als der "Focus" in der Woche an Exemplaren verkauft.“ Nun werde er sich aber trotzdem nicht beleidigt in die USA zurückziehen - er fühle sich auch in Berlin noch wohl und werde in Ruhe überlegen, wie er sein Leben künftig organisiere, auch wenn es „reizvoll gewesen wäre, sich in aller Legendenhaftigkeit ins Abendrot zu verabschieden“.

dpa

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