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Max Tidof spielt im Fernsehfilm „Auf der Suche nach dem G.“ einen untreuen Ehemann.

Max Tidof als komischer Liebhaber

München - Schauspieler Max Tidof verkörpert im Fernsehfilm „Auf der Suche nach dem G.“ (Sat.1) einen untreuen Ehemann, der sich bessern will.

Männer würden weniger oft betrogen werden, wenn sie nur etwas witziger und charmanter wären – eine Weisheit des französischen Dramatikers Jean Anouilh. Manager Max Burghard kann bald schon ihrem Wahrheitsgehalt prüfen. Smart, arrogant, nie einem Seitensprung abgeneigt, „der mir gar nichts bedeutet“, gockelt er durch die Welt. Daheim kümmert sich Ehefrau Natalie um den Haushalt und die beiden Kinder – und scheint sehr zufrieden mit ihrem Los. Aber dann kommt sie ins Krankenhaus und Max entdeckt glühende Liebesbriefe an sie, unterzeichnet mit „G.“ Doch wer verbirgt sich dahinter? „Auf der Suche nach dem G.“ lautet, durchaus zweideutig gemeint, der Titel dieser Sat.1-Komödie, die heute um 20.15 Uhr zu sehen ist.

Hauptdarsteller Max Tidof findet seine Figur Max Burghard nicht prinzipiell unsympathisch: „Ein Macho, ein Angeber, klar, aber auch einer, der erstmal feststellen muss, was er eigentlich will.“ Nun also will der Manager das Rätsel um “G.“ lösen, zugleich aber der perfekte Ehemann werden. Denn ist nicht trotz allem seine Natalie die beste Ehefrau von allen? Tidof, inzwischen 49 und mit Frau und Tochter in München lebend, hat Gefallen an der Rolle gefunden. „Früher war ich mal der Böse, nach den ,Comedian Harmonists‘ der Liebhaber, jetzt, mit reiferen Jahren, bin ich bei den mehr komischen Liebhabern angelangt“, sagt er.

Sharon von Wietersheim inszenierte den Film nach eigenem Buch, Elena Uhlig ist Natalie, die den größten Teil des Films ans Bett gefesselt ist und von dort ihre kleinen Pfeile abschießt: „Ich kenne gute Gründe für die Ehe. Mir fällt nur gerade keiner ein.“ Fritz Karl, Uhligs Lebensgefährte, gibt im Film den „G.“, Suzan Anbeh die beste Freundin, Oliver Korittke den besten Freund.

Und dann sind da noch die Kinder – Filippo Kreindl als immer munteres Bürschchen Benny und Carina Diesing als pubertierendes Töchterchen Sophie, immerzu von den „peinlichen“ Eltern genervt. Wie Mädchen in diesem Alter eben so sind.

Paul Barz

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