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Easy Rider in Tel Aviv: Fritz Häring (2. von rechts) und seine Entourage. Der BR zeigt die Reise heute von 19 Uhr an.

Tutzinger im TV

Auf Tour mit dem "Fritz from Bavaria"

München - Das Bayerische Fernsehen begleitete den Tutzinger Wirt Fritz Häring auf seiner kulinarischen Reise durch Tel Aviv.

Geschichte wiederholt sich, Erfolgsgeschichte vielleicht auch: Schon einmal, zwischen 1979 und 1994, hatte der Bayerische Rundfunk (BR) mit der zwölfteiligen Fernsehreihe „Ein Münchner in New York“ die große Welt aus bajuwarischer Sicht betrachtet, damals mit dem in den USA lebenden Wolfi Fischer, der in seinem VW-Bus mit Münchner Kennzeichen ganz Nordamerika bereiste. Fischer lieferte dabei als Autor, Darsteller und Regisseur in einer Person originelle Reportagen und holte ordentlich Road-Romantik in die gemütliche Fernsehstube.

2015 könnte sich beim BR nun wieder etwas Ähnliches anbahnen – diesmal mit dem Motorrad fahrenden TV-Koch Fritz Häring aus Tutzing, der gerne international in die Kochtöpfe schaut und genau wie Fischer über die Gabe der Unerschrockenheit verfügt: Für das von der Produktionsfirma „The Gudwin Agency“ im Auftrag des BR aus der „Bayern isst bunt“-Reihe entwickelte Format „Appetit auf...“ war Häring mit einem Produktionsteam in Tel Aviv, um dort mit israelischen Kollegen übers gute Essen und dessen Zubereitung zu plaudern. Die Folge „Appetit auf Tel Aviv“ zeigt der BR heute ab 19 Uhr. Darin macht Häring nicht nur vor Kochtöpfen und Herdplatten halt, sondern breitet als „Entdecker“ einen ganzen Bilderbogen über Land und Leute vor dem Zuschauer aus. „Fritz from Bavaria“ besucht gemeinsam mit dem im israelischen Fernsehen als Gewinner eines Kochwettbewerbs 2013 berühmt gewordenen Tom Franz aus Köln einen Gemüsemarkt, trifft auf Biker aus Tel Aviv und macht mit ihnen einen Easy-Rider-artigen Ausflug, spielt am Strand den israelischen Nationalsport „Matkot“ und sagt im Radio-Interview mit der Gastro-Kritikerin Daniella Cheslow so unvergessliche Bayern-Botschafter-Sätze wie: „Bavarian recipes are like Lederhosn – we pass them on from generation to generation.“

Ob damit weitergereichte oder angepasste Traditionsrezepte gemeint waren, spielt keine Rolle: Genau für solche Momente der Verständigung wurde das Format geschaffen. Regisseur Stefan Zanev weiß schon seit mehreren Folgen, was er an seinem Häring hat, und sagt: „Mit seiner offenen Art spricht er die Leute ohne Vorurteile und auf Bairisch an, selbst über schier unüberwindliche Sprachgrenzen hinweg.“

So hat Häring das auch schon gemacht, als er bei den Uiguren in die Kochtöpfe schaute und bei Hindu-Köchen – vielleicht kommt der BR ja noch weiter auf den Geschmack und schickt ihn demnächst nach Bogotà, Kolumbien oder Lima: Dort gibt es ebenfalls eine sehr bunte Küche, und Appetit aufs Reisen hatte der Fritz schon immer.

Thomas Lochte

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