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Als Kulisse für den nächsten "Tatort"-Dreh sind viele Städte im Gespräch. Mainz wird es wohl nicht werden.

Große Enttäuschung

Trotz Brief des Bürgermeisters: Kein "Tatort" in Mainz

Mainz - Was hat die Stadt nicht alles versucht, um Schauplatz für die Krimireihe "Tatort" zu werden. Sogar einen Brief hat der Oberbürgermeister an den SWR-Intendanten geschrieben. Alles umsonst.

Mainz ist traurig: Anders als Ludwigshafen oder Frankfurt darf die Stadt nicht als Kulisse für die ARD-Krimireihe „Tatort“ herhalten. Das sei „schmerzlich“, klagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) in einem Brief an SWR-Intendant Peter Boudgoust, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Zuletzt sei Mainz 1980 „Tatort“-Schauplatz gewesen, insgesamt aber nur dreimal. Dieser „Missstand“ lasse sich „nur schwer mit unserem Selbstverständnis als stolze Landeshauptstadt in Einklang bringen“.

Beim SWR wird der Mainzer Sommervorstoß reserviert aufgenommen. „Ludwigshafen steht nicht zur Disposition“, sagte ein Sprecher am Montag. Dort ermittelt seit Herbst 1989 Lena Odenthal (gespielt von Ulrike Folkerts) und ist damit dienstälteste Kommissarin im ARD-„Tatort“-Verbund.

Bei den Planungen für die Krimi-Reihe gehe es nicht allein um die Stadt - „auch das Gesamtkonzept und das Ermittlerteam müssen dazu passen“. Der Sender hat gerade genug damit zu tun, in Baden-Württemberg einen Nachfolger für den im nächsten Jahr endenden Bodensee-„Tatort“ mit Eva Mattes zu finden. Auch dort wollen viele Städte als „Tatort“-Kulisse dienen - unter anderem haben sich Freiburg, Heidelberg und Mannheim ins Spiel gebracht.

dpa

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