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Nora Tschirner und Christian Ulmen sind in ihrem zweiten Tatort zu sehen.

"Weimar war als Event geplant"

Tschirner/Ulmen: So oft schauen sie "Tatort"

Berlin - Der zweite Weimar-„Tatort“ steht an. Neujahr ermitteln wieder Nora Tschirner und Christian Ulmen.

Nora Tschirner und Christian Ulmen sind am Neujahrstag in einem weiteren Weimar-„Tatort“ zu sehen. In dem komödiantischen Fall „Der Irre Iwan“ geht es um einen tödlichen Raubüberfall auf die Stadtkämmerei und dubiose Verwicklungen von Geisterbahn-Betreibern. Beim dpa-Interview in einem Café in Berlin teilen sich Tschirner und Ulmen eine Portion Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster und geben gewohnt schlagfertig und ironisch ihre Antworten.

Ein dritter Weimar-„Tatort“ soll ja nächstes Jahr produziert werden. Wie viele werden Sie wohl noch drehen?

Tschirner: Erst war Weimar ja als einmaliger Event-„Tatort“ geplant. Nun sind wir noch einmal Neujahr-Event und dann wird weitergeschaut...

Ulmen: Die Verabredung ist: Nach jedem „Tatort“ schauen wir uns alle in die Augen. Unsere Augen in die des MDR, die des MDR in die Augen der Autoren, die Autoren-Augen starren Nora an, Nora sieht mich lieb an - und wenn alle Augen leuchten, dann, und nur dann machen wir weiter. Wenn einzig die Augen von Nora nicht leuchten, machen wir trotzdem weiter. Wir geben uns immer wieder erneut das Ja-Wort. Wie Seal und Heidi Klum. Vielleicht enden wir so traurig wie die, vielleicht machen wir aber auch 17 „Tatorte“ in einem Monat...

Tschirner: ...oder wir senden live das ganze Jahr über. Webshow Weimar.

Das wäre ja im „Tatort“-Trend - immer verrückter, immer mehr. Gucken Sie beide überhaupt gerne „Tatort“, also die anderen Teams und Krimis?

Ulmen: Ich habe lange in England gelebt und bin aus der deutschen Sehgewohnheit rausgerutscht. Aber natürlich war der „Tatort“ für mich als Jugendlicher eine Institution, einfach weil das für mich bedeutete „Ich darf jetzt lange aufbleiben und sehen, was die Eltern vorher verboten hatten“.

Und? Haben Sie ein Lieblings-Team?

Ulmen: Ich mag alle „Tatorte“, in denen Aylin Tezel mitspielt.

Tschirner: Das ist ja hauptsächlich einer.

Ulmen: Quatsch, der läuft öfter als unserer.

Also Christian Ulmen mag den Dortmunder „Tatort“ am liebsten. Und haben Sie „Tatort“-Vorlieben, Frau Tschirner?

Tschirner: Ich gucke „Tatort“ eigentlich nur stichprobenartig...

Ulmen: Sekundenweise?

Tschirner: Nein, wenn ich gucke, gucke ich ihn ganz. Es ist bei mir eine bewusste Entscheidung, einen „Tatort“ zu gucken - in etwa so, wie ins Kino zu gehen. Ich höre dann von einem besonderen Krimi, weil irgendwer davon erzählt, den ich mag und dessen Geschmack ich gut finde. Und dann gucke ich mir das im Nachhinein in der Mediathek an. Das ist also bei mir ganz team-unabhängig. Ich habe zurzeit mal wieder überhaupt keinen Fernsehanschluss. Ich gucke eigentlich wirklich nur im Internet, also Mediathek. Ich habe zum Beispiel auch - ganz absurd - „Game of Thrones“ fast komplett auf dem Handy geguckt.

Ulmen: Geil.

Tschirner: Ich gucke nicht mal mehr im Hotel Fernsehen.

Aha, also Frau Tschirner hat kein TV-Gerät. Aber ist es denn für Sie etwas Besonderes, am Neujahrstag im Fernsehen zu sein? Haben Sie am ersten Tag des Jahres Rituale?

Ulmen: Nein, der Neujahrstag ist kein besonderer Tag für mich, ich habe da auch keinerlei Rituale. Ich bin diesmal im Urlaub. Ich gucke unseren „Tatort“ dann online.

Gucken Sie den dann wirklich nochmal?

Ulmen: Natürlich. Ich muss gucken, ob der auch so gesendet wird, wie wir ihn gemacht haben. Vorher kann man uns ja viel erzählen. Ich kontrolliere immer, ob das korrekt über den Sender geht.

dpa

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