Sender muss wegen Simpsons Strafe zahlen

Istanbul - Trotz Kritik bleibt es beim Bußgeld für die Ausstrahlung der „Simpsons“ in der Türkei: Der Sender CNBC-E muss etwa 23.000 Euro Strafe zahlen.

Der Chef der nationalen Rundfunkbehörde RTÜK, Davut Dursun, verteidigte die Sanktion damit, dass nicht Gott vor Beleidigung bewahrt werden solle, wie ihn türkische Medien am Donnerstag zitierten. „Wir wollten die Kinder schützen“, sagte er demnach. Gewaltszenen in den Comic-Film könnten negativen Einfluss auf Heranwachsende haben.

Wegen angeblicher Gotteslästerung in der US-Zeichentrickserie soll der türkische Fernsehsender CNBC-E eine Geldstrafe zahlen, hatte die türkische Tageszeitung „Hürriyet“ am Montag am Montag berichtet und einen RTÜK-Bericht zitiert.

Die Rundfunkbehörde habe knapp 53 000 Lira (etwa 23 000 Euro) Bußgeld verhängt und dies mit der Verletzung religiöse Gefühle in der Kultserie begründet, so das Blatt. So sei gezeigt worden, wie Gott dem Teufel Kaffee serviert. Die Weihnachtszeit sei als gute Gelegenheit für einen Alkoholrausch dargestellt worden. Zudem habe einer der Charaktere religiöse Gefühle missbraucht, um eine andere Figur zu Gewalt anzustacheln.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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