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Jochen Bendel moderierte "Ruck Zuck". Na, wie wäre es mit einem TV-Comeback?

Fernseh-Helden, die wir vermissen 

Wären wir bei "Wünsch dir was", gäbe es diese TV-Comebacks

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  • Kathrin Brack
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  • Patricia Kämpf
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  • Miriam Sahli-Fülbeck
    Miriam Sahli-Fülbeck

Es gibt Fernseh-Sendungen und -Serien, die wir vermissen. Wären wir bei "Wünsch dir was", würden diese Helden ins Fernsehprogramm zurückkehren. 

1. "Familienduell" - "100 Leute haben wir gefragt, nennen Sie ein buntes Tier." Antwort: "Zebra."

RTL würde uns einen großen Gefallen tun, wenn es Werner Schulze-Erdel und sein "Familienduell" zurückholen würde. Die großartige Game Show lief dort von 1992 bis 2003 (2275 Folgen). Die Neuauflage mit Daniel Hartwich und seinen Promi-Gästen hat die Fans des Originals beleidigt. Fans sehnen sich stattdessen nach unglamourösen Momenten wie diesen: Werner Schulze-Erdel liest von seiner Moderationskarte ab: "100 Leute haben wir gefragt, nennen Sie ein Tier, das mit Z beginnt." Antwort: "Zottelbär." Und "ein Tier, das Stacheln hat"? Antwort: "Stachelbär". Wer kennt ihn nicht? 

Unvergessen ist auch diese Frage: "100 Leute haben wir gefragt, nennen Sie eine deutsche Stadt, die mit C beginnt." Antwort: "Zwickau." Immerhin liegt in der Mitte des Wortes ein C. 

Uns gibt auch diese Interpretation zu denken: "100 Leute haben wir gefragt, nennen Sie einen Platz, wo man wenig Beinfreiheit hat." Antwort: "Spanien". 

Herrlich im "Familienduell" war auch das altmodische Pling-Pling-Pling, wenn die richtige Antwort Buchstabe für Buchstabe auf der Tafel leuchtete. Und herrlich auch der fiese Buzzer-Ton, wenn die Antwort falsch – und meist eine Blamage für den Kandidaten war. Tante, Oma, Schwiegertochter, Onkel, Neffe, Enkel, Schwippschwager brachten häufig kleine Geschenke aus ihrer Heimat mit. Porzellanfigürchen, Bergarbeiterpickel aus dem Erzgebirge und selbstgebrannte Schnäpse. Das Rascheln der durchsichtigen Geschenkfolie hat den für die Ansteckmikros zuständigen Tontechniker sicher wahnsinnig gemacht. RTL soll ein halbes Lager voll mit Geschenken für Schulze-Erdel besitzen. Vielleicht existiert es noch immer. 

Das "Familienduell" ist wohlige Kindheitserinnerung. Die Show hat wunderbar zu faulen Vormittagen in den Sommerferien gepasst. 

Miriam Sahli

2.  TV-Comeback: Die US-Sitcom "Friends" hat die besten Lebensweisheiten der Welt 

Alles, was ich im Leben gelernt habe, weiß ich aus der Sitcom "Friends". Der Freundehaufen aus New York City - Chandler, Joey, Rachel, Ross, Monica und Phoebe - hatte für jede Lebenslage den passenden Satz parat. Zum Beispiel: "Wenn du eine Couch die Treppe hochträgst, musst du sie am richtigen Punkt drehen." Unvergessen ist auch das Smelly-Cat-Lied von Phoebe und der Satz "Smelly Cat kann nichts dafür". Ich weiß, dass man seine Wohnung niemals in einem Spiel verzocken sollte und dass ein Huhn und eine Ente am besten niemals in die Nähe eines Kicker-Tisches gelangen sollten. Fleisch gehört nicht in den britischen Nachtisch Trifle und bei einer stillen Auktion geht es nicht darum, den richtigen Preis für eine Yacht zu erraten. Mein Lieblingssatz ist "Jeder hat einen Hummer", was so viel heißt wie "Jeder findet irgendwo seine große Liebe".

"Friends" lief von 1994 bis 2004 im Fernsehen und wurde nach zehn Staffeln eingestellt. Die habe ich mir so oft angeschaut, dass ich sie auswendig kenne. Es wäre trotzdem ganz famos, wenn die "Friends" sich noch einmal durch New York und mein Wohnzimmer philosophieren würden. Mit den sechs durchgeknallten Charakteren bin ich irgendwie erwachsen geworden. Und Lebensweisheiten kann man ja eigentlich nie genug haben.

Patricia Kämpf

3. Ruck Zuck - Jochen Bendel, wie wäre es mit einem TV-Comeback?

Anfangs moderierte Werner Schulze-Erdel die kultige Game Show, später übernahm Jochen Bendel - bis zur 2330. Folge im Jahr 2005. Das "Ruck Zuck"-Prinzip ist ruckzuck erklärt: Zwei Teams mit fünf Spielern treten gegeneinander an. Jeder Spieler eines Teams erklärt nacheinander dasselbe Wort - darf aber bestimmte Begriffe nicht verwenden, so wie im Spiel "Tabu". 

Die Szenen waren brüllend komisch, wenn sich die Frauen und Männer ruppig auf die Schulter schlugen, damit der Vordermann oder die Vorderfrau die Kopfhörer mit der Dudelmusik abnahm. Mehr Retro geht nicht. 

Miriam Sahli

4. TV-Comeback: Die Harald-Schmidt-Show

Harald Schmidt fehlt! Der ehemalige König der deutschen Late-Night-Unterhaltung kehrt zwar bald als Tatort-Kommissar auf die Bildschirme zurück - hierauf ist die Vorfreude unbändig. Doch wie großartig wäre es, wenn es die Late Night Show, die zwischen 1995 und 2014 (mit Unterbrechungen) auf Sat.1, in der ARD und bei Sky ausgestrahlt wurde, wieder geben würde!? Vielleicht nicht mehr mehrmals in der Woche, so wie in der Vergangenheit. Und schon gar nicht in Kombination mit Möchtegern-Spaßvogel Oliver Pocher (hier bietet sich das Video zu einer Lehrstunde an, die Schmidt seinerzeit seinem Lehrling verpasste)! Aber eine im Vergleich zu früher leicht abgewandelte Show, in der sich Harald Schmidt beispielsweise einmal in der Woche mit dem Besten all seiner Sidekicks, Olli Dittrich, über das aktuelle Zeitgeschehen lustig macht - das wäre ein Traum! Wortwitz, Ironie und Redegewandtheit suchen seit dem Abschied von Schmidt im deutschen Fernsehen ihresgleichen. Jan Böhmermann ist zwar gut, aber er ist eben kein Harald Schmidt. Und nicht nur die Freunde der schwäbischen Mundart hätten bei einem Comeback Schmidts Grund zur Freude.

Gregory Straub

5. Knight Rider: Nichts ist cooler als K.I.T.T.

 „Er kommt – Knight Rider – Ein Auto, ein Computer, ein Mann. Knight Rider – Ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht.“ Aber K.I.T.T., der sprechende, denkende und nebenbei auch fahrende Pontiac Firebird Trans Am, ist ja nicht nur ein Auto. K.I.T.T. konnte scannen (mit der rot leuchtenden Leiste am Kotflügel), Turbo Boost, ohne Motorgeräusch fahren, sein Kennzeichen für Verfolgungsjagden wechseln, hatte einen Enterhaken und für den Fall der Fälle einen Schleudersitz. Und ganz nebenbei war K.I.T.T. doppelt so cool wie der in den 80ern durchaus ultracoole - weil vor Baywatch-Zeiten - David Hasselhoff. Wer behauptet, er hätte dieses Auto nicht haben wollen, der lügt.

Heute fragen wir Siri oder Google, wo's lang geht. Michael Knight musste seinen PS-starken Partner nicht fragen. Denn K.I.T.T. war im Kampf gegen Unrecht und Verbrechen durchaus selbst in der Lage, Entscheidungen zu treffen, und half seinem Fahrer aus so mancher Patsche - nicht ohne den passenden Spruch für the Hoff, den er in aller Höflichkeit stets siezte. Wahrlich, "Knight Rider", ab 1985 in Deutschland zu sehen, war seiner Zeit weit voraus. 

Nun ist es so: Es hat in den vergangenen Jahren einige Wiederbelebungsversuche gegeben, Sequels, Filme und eine Neuauflage mit David Hasselhoff - und nichts davon hat wirklich funktioniert. Weil wir hier aber bei "Wünsch Dir was" sind... Wünsche ich mir den coolen 80er-Hasselhoff und den originalen K.I.T.T. zurück. Ich kann es auch in meine futuristische Digitaluhr sprechen: "Ich brauche Verstärkung, K.I.T.T.!" Ginge das?

Kathrin Brack

Video: Lustige Antworten beim Promi-Familienduell

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