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TV Kritik

Ermüdendes Personen-Wirrwarr beim "Tatort"

Luzern - Handlungsarme Szenen, farblose Kommissare: Im schweizer "Tatort" kommen bei "Zwischen zwei Welten" nur die jungen Darsteller gut weg. Lesen Sie hier die Kritik:

Eine Tochter tötet ihre Mutter im Affekt. Das schwierige Leben in der Patchwork-Familie und die Zerrissenheit zwischen Mutter und Vater hatten das Mädchen zum Verzweifeln gebracht. Trennung, zerstrittene Eltern, gebrochene Kinder – es ist ein Thema direkt aus dem Leben gegriffen.

Um Krimi-Fans zu fesseln, braucht es eben weder Menschenhandel, noch internationale Drogendeals oder Mafia-Geschäfte. Das beweist der Fall der Schweizer „Tatort“-Ermittler Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) „Zwischen zwei Welten“.

Der Vater der jüngsten Tochter, die beste Freundin der Toten, der Vater der ältesten Tochter oder der des Sohnes – jeder konnte Donna Müller (Elena Bernasconi) die Brücke hinunter gestoßen haben. Zwischenzeitlich herrscht ein regelrechtes Personen-Wirrwarr, und da taucht auch noch der junge Guru auf, der ein neues Thema mit sich bringt: Spiritualität.

Während die farblosen Kommissare ermitteln, wird man vor dem Fernseher ungeduldig. Unnötig sind die handlungsarmen Szenen aus dem Privatleben der beiden Ermittler. Das mag mit charismatischeren Protagonisten funktionieren, Ritschard und Flückiger fehlt dazu der Pfeffer.

Hut ab aber vor den Nachwuchsschauspielern Pablo Caprez und Annina Walt, die die älteren Kinder der Toten verkörpern. Sie spielen genauso überzeugend wie Hans-Caspar Gattiker den Vater Daniele Rossi.

Carolin Nuscheler

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