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Feierabend: Faber (Jörg Hartmann) und Bönisch (Anna Schudt) in einem starken Fall aus Dortmund.

Sonntagskrimi "Hundstage"

TV-Kritik: So war der Tatort aus Dortmund

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München - Kaputte Ehen, verlorene Söhne und Töchter, geplatzte Träume vom Glück – an und für sich nichts Neues im Tatort. In der jüngsten Dortmunder Folge findet der eigentliche Kriminalfall ein vierfaches Echo in den Biografien der Ermittler.

Kaum ein Satz über tote oder verschwundene Kinder, der nicht schrill widerhallt in den Köpfen der Kriminaler, sie ein ums andere Mal aus der (Vernehmungs-)Situation hinausrennen oder zumindest „unprofessionell“ reagieren lässt.

"Hundstage" kreist um Peter Fabers Vergangenheit, um Martina Bönischs zerbrochene Familie, um Nora Dalays und Daniel Kossiks Ex-Affäre mit Folgen. Gut, dass die Macher des Dortmunder Tatort bei der Rekrutierung des Personals Gespür bewiesen. Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel und Stefan Konarske stemmen die Verletzungen der Seelen, die Kaputtheit des Privatlebens beeindruckend. Gut auch, dass Autor Christian Jeltsch und Regisseur Stephan Wagner die Traumata ihrer Protagonisten in eine originelle Bildsprache (Kamera: Thomas Benesch) betten. Mit Reminiszenzen an das alte Tatort-Motiv vom Saufen an der Imbissbude und an die etwas jüngere Tradition des Polizisten, der zum Psychologen muss, sowie mit Szenen und Dialogen, in denen vor allem Hartmanns Faber so richtig die Sau rauslassen kann.

Aber natürlich – so viel Konvention muss sein – ist der böse Bulle im Grunde ein guter Bulle, der ohne zu zögern ins Wasser springt, um Leben zu retten, und dessen Motivation die kindliche Aufforderung aus dem Off ist, einen Ganoven nach dem anderen zu fangen, bis alle hinter Schloss und Riegel sind.

Auch in "Hundstage" wird der Mörder beziehungsweise die Mörderin am Ende überführt, die Dramen im Kommissariat und drumherum kaschieren, dass der Fall des „gestohlenen“ Kindes, das am Ende vom eigenen Vater „verkauft“ werden soll, ziemlich kons­truiert wirkt. Auch die Episodendarsteller, mit Ausnahme Maren Eggerts als verwaiste Mutter, bleiben bei so viel Präsenz des exzellenten Dortmunder Quartetts blass.

Die konsequent horizontale Erzählweise macht dennoch Lust auf mehr – bahnt sich nicht bei den beiden ­Jungen im Team die nächste ­Katastrophe an?

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