Kommentar zur Rechtevergabe

TV-Rechte der Champions League: Der Preis der Vielfalt

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TV-Rechte an Fußballspielen sind sehr begehrt. Das ZDF zeigt an der Champions League wieder Interesse. Das Bieterverhalten der öffentlich-rechtlichen Sender tut dem Kostenniveau nicht gut, kommentiert Merkur-Redakteur Marc Beyer.

München - Nächste Woche, nach dem Spiel des FC Bayern gegen Real Madrid, wird das ZDF stolz auf seine Quoten vom Mittwochabend blicken. Das Viertelfinale der Champions League wird das sein, was man früher einen Straßenfeger nannte. Und das ZDF ist der Besen.

Bald werden die TV-Rechte an der Champions League neu verhandelt. Eine der spannendsten Fragen ist dabei, wie sich das ZDF verhält. Seltsamerweise ist der Marktanteil auch für jene Sender, die sich gar nicht nur über Quantität definieren müssten, ein Fixpunkt. Im Sport, besonders im Fußball hat das gravierende Folgen. Wo andere aussteigen, weil sich das Ganze nicht mehr rechnet, ist für die gebührenfinanzierten Kanäle noch lange nicht Schluss. Von Grundversorgung und öffentlichem Auftrag ist dann die Rede. Aber um welchen Preis?

Auch ARD/ZDF haben das Sparen gelernt. Doch wenn es darum geht, unter allen Umständen streng wirtschaftlich hauszuhalten, sitzen sie nicht in der ersten Reihe. Grundversorgung ist ein abstrakter Begriff, der im konkreten Fall sehr preistreibend wirken kann. Ihr Selbstverständnis als Sender für alle (und mit allen Inhalten) erklärt ein Bieterverhalten, das dem Kostenniveau nicht gut tut. Würde man bei Bundesliga und Champions League defensiver agieren, könnten die Verbände nicht annähernd so viel erlösen. Es kämen dann halt auch andere zum Zug. Für die Öffentlich-Rechtlichen wäre das ein harter Schlag. Dem Fan wäre es hingegen herzlich egal.

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