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Im Gespräch verschafft sich der TV-Koch Frank Rosin einen ersten Eindruck von Restaurantchef Björn  Schaarschmidt.

„Schimmel, Schlamm und Scherben“

TV zeigt „Horror-Küche“: Betreiber kontert mit Vorwürfen gegen Rosin

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Bad Neuenahr-Ahrweiler - In der ersten Folge der zehnten Staffel „Ein Sternekoch räumt auf“ war Frank Rosin bei Björn Schaarschmidt zu Gast - und fällte ein vernichtendes Urteil. Der Koch reagiert.

In einer ruhigen Ecke in einem schnuckligen Restaurant sitzen, ein anregendes Gespräch führen und sich in stiller Vorfreude auf das frisch zubereitete Lieblingsgericht ergehen - für viele Menschen ist das bereits der Inbegriff eines  rundum perfekten Abends. 

Doch tatsächlich kann sich ein harmloser Restaurantbesuch in Sekundenschnelle zu einem echten Desaster  entwickeln - zum Beispiel, wenn der unwissende Feinschmecker einmal einen Blick hinter die Kulissen wirft und feststellen muss, dass es noch immer Gastronomen gibt, die es mit der Sauberkeit nicht allzu ernst nehmen. 

„Rosins Restaurants“: Der Albtraum wird bittere Realität 

Ein unangenehmer Anblick bot sich auch dem Sternekoch Frank Rosin in seiner Sendung „Rosins Restaurants - Ein Sternekoch räumt auf“. Denn in der ersten Folge der zehnten Staffel, die der Privatsender Kabel Eins diese Woche ausstrahlte, inspizierte der TV-Koch das Lokal „Schaarschmidt an der Ahr“ - und der Titel der Sendung „Schimmel, Schlamm und Scherben im Schaarschmidt an der Ahr“ machte seinem Namen alle Ehre. 

Da die Doku-Soap das Konzept verfolgt, Restaurants in Schwierigkeiten aus der Patsche zu helfen (und dabei die Protagonisten gerne mal sehr schlimm darstellt), stand der Sternekoch schon des Öfteren der einen oder anderen erschreckenden Küchenwahrheit gegenüber. Doch katastrophale Zustände wie im „Schaarschmidt an der Ahr“ hat er in zehn Staffeln „Rosins Restaurants“ selten erlebt. 

Dabei war sich der Inhaber und Koch Björn Schaarschmidt, dessen Eltern einst ein Sterne-Restaurant führten, zunächst keiner Schuld bewusst und erklärte Rosin und seinem Team gleich zu Beginn, dass er einfach nicht verstehe, wieso sein Laden nicht läuft. „Ich mache zurzeit einen Umsatz von 50 Euro die Woche“, musste er trotzdem betreten zugeben.

Das konnte der TV-Koch zunächst gar nicht glauben - doch spätestens, als er die Küche betrat, wurde ihm klar, warum der Kundschaft in diesem Lokal der Appetit gründlich vergeht. 

„Ach du scheiße!“

Denn ausgerechnet im Herzstück des Restaurants machte der Sternekoch einige erschreckende Entdeckungen. Statt einer heimelig kochfreundlichen Atmosphäre mit werkelnden Küchenhilfen und frisch zubereiteten Gerichten erwartete ihn eine „Küche des Grauens“ (Rosin) mit unverkennbaren Dreckspuren, Bergen an ungespültem Geschirr und - wie um den Eindruck noch zu krönen - verschimmelten Lebensmitteln. Ein unschöner Anblick, den Rosin mit den unverblümten Worten „Ach du scheiße!“ kommentierte - und anschließend gleich noch einen draufsetzte: „Dein Laden ist ein einziger Dreckstall!“ 

Als wäre dem nicht genug, stellte sich im Verlauf der Sendung heraus, dass Schaarschmidt aktuell in kaum zu bewältigenden Geldschwierigkeiten steckt. Der Koch, der laut Rosin komplett „den Bezug zur Realität verloren“ hat, schulde der Bank laut Darstellung im TV mittlerweile rund 500.000 Euro. 

Am Ende der Sendung zog Rosin deshalb eine traurige Bilanz: Er riet dem 43-Jährigen, das Restaurant aufgeben, da er einfach nicht geeignet sei, ein Unternehmen zu führen.

Schaarschmidt schlägt zurück

Harte Worte und Anschuldigungen, die Schaarschmidt natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann. Im Interview mit dem „Express“ erklärt er enttäuscht: „Dass das so ein Desaster wird, damit habe ich nicht gerechnet.“ 

Obwohl er zugeben muss, dass an diesem Tag vieles nicht optimal lief, sucht er die Hauptschuld nun bei Rosin und seinem Team. „Es wurde auch einiges von dem Team falsch und überzogen dargestellt“, wirft er dem Sternekoch vor. „Als Rosin vor der Türe stand, war es zwei Stunden vor Restaurant-Öffnung, ich hatte am Vortag kein Personal und ihm gesagt, dass ich noch saubermachen muss.“ Auch finanziell stehe er nicht so schlecht da wie dargestellt.  

Doch trotz allen Unmuts ist er dem TV-Sternekoch dankbar: „Er hat mich aufgeweckt“, erklärt er im Gespräch mit dem „General-Anzeiger Bonn“

Und obwohl Rosin seine Situation als aussichtslos deklarierte, gibt sich Schaarschmidt weiterhin optimistisch: „Aufgeben ist keine Option. Ich mache auf jeden Fall weiter. Und ich glaube, wir sind jetzt so gut aufgestellt, dass es funktionieren wird.“ Nach eigener Aussage hat er sich einige Hinweise des Sternekochs nämlich durchaus zu Herzen genommen, einige Strukturänderungen vorgenommen und auch die Speisekarte erneuert.

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Kommentare

der NiederrheinerAntwort
(0)(0)

natürlich nicht !
Das würde (sorry, aber ich muss so hart und ehrlich sein), Intelligenz voraussetzen !

der Niederrheiner
(0)(0)

Sorry, aber das geht nun gar nicht und passt zu 100% wie die "Faust auf's Auge" auf das, was in dieser Sendung zu sehen war.

Ich verfolge diese Formate (Rach, Rosin, Kochprofis, Küchenchefs) bereits seit vielen Jahren, und ja, es stimmt, es gibt die eine oder andere Folge, wo deutlich über's Ziel hinaus geschossen wurde. Ebenfalls ist es absolut richtig, dass die 'reisserischen' Aufmacher zur Sendung (sei es im Internet oder in TV-Vorschau-Blöcken), jedes Maß an 'sauberen Journalismus' überschreiten ....

Die jetzt aber NACHTRÄGLICH (und zwar nicht nach dem Besuch, sondern nach der TV-Ausstrahlung) gemachten Aussagen dieses 'Herrn Gastronomen', sind einfach nur lächerlich !!!!!

Zitat: [...] Frank Rosin kam 2 Stunden vor Restauranteröffnung (zur Beachtung: das bedeutet 15.00 Uhr -der Verfasser-), ich hatte noch keine Zeit zum Putzen.

Unfassbar - der böse, böse Rosin. Er hätte dem Gastronomen doch wirklich Zeit geben können, zwischen 15 und 17 Uhr die verkrusteten Töpfe und Teller vom Vortag zu spülen, das unerwartet über Nacht völlig verschimmelte Obst aus den Lagerraum zu entfernen, die Reste der faulenden Zwiebel und die verschimmelte Zucchini, die er Tags zuvor noch seinen Gästen 'kredenzt' hat, verschwinden zu lassen. Außerdem hätte er sicherlich mit vollem Elan die toten und bereits vertrockneten Blumenkästen in dieser Zeit neu bepflanzt und natürlich auch das, mit Dreck aus mehreren Jahren überzogene, Vordach gereinigt. Ja, und da bin ich mir sicher, bei allem Elan den dieser Mann ausstrahlte, er hätte auch noch den Gastraum geputzt. Wer den Arbeitstag mittags um 3 eröffnet strotzt ja nur vor Energie.

Naja, fand ich noch nicht mal das Schlimmste - hat man alles schon gesehen ..

Schlimmer ist die absolut NULL vorhandene Verantwortung vor Geld und Schulden ! Und genau aus diesem Grund ist Rosin ja auch ausgerastet ! Alles was F.R. ihm erklärt hat, hat er, wie das Interview nachdrücklich beweist, nicht begriffen.

Zitat: [...] Ich habe keine 500 T€ Schulden, da steckt die Hausfinanzierung mit drin.

Klar, es gibt sonne und sonne Schulden - die einen muss man bedienen, die anderen nicht. Habe ich persönlich zwar noch nicht erlebt, wird aber wohl stimmen.

Da gibt es sicherlich auch keine Probleme, das Geschäftskonto ist ja 'nur' vom Finanzamt gesperrt. (zur Beachtung: das geht genau 3 Monate so, danach kommt der *Kuckuck* - und da in diesem Laden nix zu holen sein wird, wird der wohl 'auf's Dach' geklebt.)

Rosin hat diesem 'Unternehmer' 7 Tage Zeit gegeben, seine Buchführung vorzulegen - dann stellt sich heraus, dass er niemals in 4 Jahren eine Bilanz o.ä. erstellt hat (erstellen ließ) , und dass er, obwohl mehrfach EINDRINGLICH auf die Wichtigkeit hingewiesen, keine Betriebswirtschaftliche Auswertung vorlegen konnte (wohlgemerkt KEINE, nicht für den aktuellen Monat, nicht für's Quartal, nicht für ein Jahr !!!!!).

Wie soll er da helfen ??????????????????????????

Es macht den Eindruck, wie vielfach,dass unfähige Gastronomen einen Fernsehkoch rufen, damit er den Gastraum streicht, die Polster neu bezieht, die Hälfte der Küchenausstattung erneuert (alles natürlich für lau) und nebenbei mit seinem Namen noch den Laden voll macht !!!!!

Egal welche, auch berechtigte Kritik, an dieser Folge geübt wird:

Frank Rosin hat dieser, entschuldigung !!!, Pfeife den einzig richtigen Ratschlag gegeben: Du bist unfähig als Unternehmer, also gehe arbeiten und bezahle deine Schulden (die er, und das wird oft übersehen, bei vielen anderen Kleinunternehmen hat, die selbst auf jeden Euro angewiesen sind !!!)

slowman
(0)(0)

Natürlich wird in solchen Sendungen nur das gezeigt was auch Quote bringt und mit einem raffinierten Schnitt kann man viele Aussagen verändern. In einem anderen Bericht habe ich gelesen, dass sich der Inhaber herausredet dass ja über die Hälfte seiner Schulden aus der Hausfinanzierung stammen. Sind das denn in seinen Augen keine Schulden? Natürlich steht diesen der Wert der Immobilie entgegen aber er muss diesen kredit doch bestimmt auch monatlich bei seiner Bank bedienen. Mitz 200 € Monatsumsatz ein schwieriges Unterfangen. Auch lässt er die Begründung offen warum ein "grunddreck" in der Küche vorhanden war wenn nichts los ist. Es mag ja sein dass er am Abend davor Gäste hatte und wirklich spülen wollte aber die Küchje sah auch sonst eher übel aus. Bei mangelndem Gästezuspruch hat er doch sonst bestimmt Zeit zu reinigen. bei Ankunft von Herrn Rosin hätten vielleicht die dreckigen Töpfe und das Geschirr herumgestanden aber der Rest wäre einfach sauber gewesen.
Ich glaube eher, dass der Koch und Inhaber erst beim Anschauen der Serie festgestellt hat wie er "rübergekommen" ist und nun einen Rettungsversuch seines Rufs starten möchte. War ihm etwas nicht klar dass, wenn er oder ein freund Herrn Rosin ruft er mit Sicherheit nicht sonderlich positiv dargestellt wird?