Pay TV-Neuling Arena auf Sendung - Generalprobe

- Hannover/München - Für die Bundesliga-Berichterstattung im Fernsehen beginnt in dieser Woche eine neue Zeitrechnung. Nach einem Vorlauf von nur acht Monaten geht der Pay TV-Anbieter Arena auf Sendung. Als Einstimmung auf das Auftaktspiel von Rekordmeister FC Bayern München gegen Borussia Dortmund können die Arena-Abonnenten bereits am 8. August (20 Uhr) live das Abschiedsspiel von Giovane Elber zwischen dem FC Bayern und 1860 München verfolgen.

Es ist eine öffentliche Generalprobe. Intern hatte der Bezahlsender den kompletten Ablauf eines Bundesliga-Spieltags bereits am letzten Juli-Wochenende geprobt.

Wie viele Fußball-Fans letztlich die Premiere von Arena sehen können, bleibt ein Geheimnis. Erst im Herbst will der neue Partner der Deutschen Fußball Liga (DFL) Zahlen zu seinem Kundenkreis veröffentlichen. Immerhin schaltet der bisherige Bundesliga-Sender und neue Arena-Kooperationspartner Premiere seine Leitungen bereits am Tag des Elber-Abschieds frei. Kabelkunden von Premiere in 13 Bundesländern können so das von Oliver Welke moderierte und von Oliver Forster kommentierte Elber-Abschiedsspiel live auf Arena sehen.

Richtig ernst wird es für den neuen DFL-Partner am 11. August. Dann präsentiert sich der Branchen-Neuling bei den Zweitligapartien in Kaiserslautern, Burghausen und Offenbach (alle 18 Uhr) sowie bei der Erstliga-Begegnung aus München. Den Bundesligastart Bayern - Dortmund wird Steven Gätjen moderieren, als Kommentator ist dann Hansi Küpper im Einsatz. Seit dem Zuschlag für das rund 220 Millionen Euro pro Saison umfassende Gebot im Dezember 2005 hat der TV-Newcomer eine Redaktion aufgebaut, die von Albrecht Schmitt-Fleckenstein geleitet wird.

Der Sportchef kommt ebenso von Sat.1 wie Oliver Welke. Er moderiert auch die erste Bundesliga-Konferenz und soll das Gesicht des Newcomers werden. Welke, der früher unter anderem "ran" moderiert hat, gehört neben Werner Hansch und Günther Koch zu den prominentesten Arena-Mitarbeitern. Kurzfristig verstärken der in der Champions League erprobte Erich Laaser (Sat.1) und DSF-Mann Frank Buschmann die Reportercrew. Das feste Redaktionsteam besteht aus rund 30 Moderatoren und Kommentatoren, an den Wochenenden kommen bis zu 200 freie Mitarbeiter hinzu.

Der Bezahlsender zeigt alle Partien der Bundesliga und der 2. Liga live. Dass alle 612 Punktspiele der deutschen Profiteams übertragen werden ist neu. Die vier Konferenz-Sendungen pro Spieltag - je zwei von der Bundesliga (Samstag und Sonntag) und 2. Liga (Freitag und Sonntag) - gehören zum Kern der Berichterstattung. Nicht ohne Stolz verweisen die Arena-Macher auf den Split-Screen, mit dem sofort in das Stadion geschaltet werden soll, wo gerade ein Tor fällt. Während die laufende Partie in einem kleinen Fenster weiter läuft, wird auf ungefähr zwei Drittel des Bildschirms schnellstmöglich umgeschaltet.

Der Sender zieht mit einem mobilen Studio in Form eines halbierten Fußballs durch die Liga und bietet jeweils 180 Fans die Möglichkeit, die Bundesliga-Sendung mit Oliver Welke vor Ort zu verfolgen. Die "Traglufthalle" mit einem Durchmesser von etwa 24 und einer Höhe von rund 12 Metern wird erstmals bei der Partie Schalke 04 - Eintracht Frankfurt in Gelsenkirchen aufgebaut. "Die Zusammenfassung wird durch die Beteiligung der Fans noch intensiver und emotionaler", sagte Redaktionschef Schmitt-Fleckenstein. Der Einsatz des mobilen Studios ist allerdings wegen der baulichen Bedingungen auf zehn der 18 Erstliga-Standorte beschränkt.

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