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Fritz (Fritz Karl) und Sophie (Christiane Paul) starten gemeinsam mit Vincent (Louie Betton, r. Bild) ein Patchwork-Leben.

"Vater sein? Eine tolle Aufgabe!"

Fritz Karl über Kinder, Familie und seine neue Komödie

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München - Im Interview spricht der österreichische Schauspieler Fritz Karl, selbst Vater von sechs Kindern, über Quoten, Vaterfreuden und Familienleben.

Was tun, wenn sich der (neue) Lebenspartner Kinder wünscht, es aber so gar nicht in den eigenen Lebensplan passt? Um diese Frage dreht sich die heutige ZDF-Komödie Mein gebrauchter Mann.(20.15 Uhr). In der mimt Fritz Karl (47, Tatort, Inspector Jury) einen getrennt lebenden Vater, dessen neue Freundin (Christiane Paul) unbedingt ein eigenes Kind will. Das Chaos ist programmiert! Im tz-Interview spricht der Österreicher, selbst Vater von sechs Kindern, über Quoten, Vaterfreuden und Familienleben.

Herr Karl, am Donnerstag sind Sie im ZDF-Familienfilm „Mein gebrauchter Mann“ zu sehen. Hand aufs Herz – was ist schwieriger zu spielen, ein Krimi oder eine Komödie?

Fritz Karl: Was die schauspielerische Arbeit angeht, lässt sich das kaum beantworten. Beide Genres haben absolut ihren Reiz und stecken voller Herausforderungen. Was das Gesamtprodukt angeht, ist klar: Es ist unheimlich schwer, eine wirklich gute Komödie zu drehen.

Und woran erkennen Sie eine gute Komödie?

Fritz Karl: Ganz einfach: Sie bringt mich zum Lachen! Wenn ich ein Drehbuch lese und dabei Spaß habe, hat die Geschichte das Potenzial zu einer guten Komödie. Und dann kommt es natürlich auch auf die Erzähl-Tempi an. Gute Komödien leben von einem guten Timing.

Schauen Sie eigentlich auch auf die Quoten, wenn es um die Beurteilung Ihrer Filme geht?

Fritz (Fritz Karl) und Sophie (Christiane Paul).

Fritz Karl: Ach, Quoten… Ich finde die gar nicht so aussagekräftig! Die Fernsehsender haben uns TV-Zuschauer ja in gewisserweise konditioniert. Montags gibt es Montagskino, dienstags eine Serie und am Sonntag den Tatort. Die Quoten sind hoch, aber der Film muss nicht immer gut sein. Ich denke, man muss das alles also immer im Kontext sehen.

In „Mein gebrauchter Mann“ spielen Sie Fritz, den getrennt lebenden Vater eines Sohnes, bei dem ein weiteres Kind nicht in den Lebensplan passt. Verfolgen Sie privat auch einen Lebensplan?

Fritz Karl: Was soll man am Leben denn groß planen (lacht)! Es kommt ja häufig alles anders, als man es sich denkt und man weiß nie, wie lange es weitergeht. Ich glaube, es ist wichtig, nicht zu sehr zu planen und die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen. Heißt: den Augenblick zu genießen und im Moment zu leben.

Können Sie nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die keine wollen?

Fritz Karl: Natürlich! Das ist ja doch eine große Verantwortung, die nicht immer lustig und einfach ist. Man muss wissen, dass Kinder kleine, blutsaugende, egoistische Vampire sind (lacht). Das hat die Natur ja extra eingerichtet, sonst würden die Kleinen nicht überleben.

Sie haben sich aber genau zu diesem Leben entschieden und sind Vater von gleich sechs Kindern!

Fritz Karl: Vater zu sein, ist eine unglaublich spannende und tolle Aufgabe, ich genieße das wirklich sehr!

Wie bringen Sie die Schauspielerei und Ihre Großfamilie unter einen Hut?

Fritz Karl: Ich bin ja nicht allein. Meine Lebensgefährtin und ich organisieren uns da gut. Und wir haben auch Unterstützung. Hin und wieder schaut eine Kinderfrau nach den Kleinsten.

Was macht einen guten Vater aus?

Kennenlernen mit Hindernissen: Sophie trifft auf Fritz ’ Sohn Vincent (rechts).

Fritz Karl: Er muss zuhören können und etwas ­weiterzugeben. Erziehen ist ein blödes Wort – aber man kann versuchen, mit den Kindern zu leben, ihnen etwas vorzuleben. Und ihnen das zu vermitteln, was einem an Werten, Traditionen und Ritualen wichtig ist. Bei uns hilft zum Beispiel die ganze Familie beim Kochen: der eine in der Küche, der andere geht in den Garten und pflückt das Gemüse. Bei uns auf dem Land ist das alles so herrlich ursprünglich.

Interview: Lena Meyer

„Mein gebrauchter Mann“, Donnerstag, 20.15 Uhr, ZDF

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