UEFA entschuldigt sich für Bild-Ausfall - Neue Sicherheitsmaßnahmen

Wien - Die Europäische Fußball-Union UEFA hat sich für die Bildausfälle beim EM-Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei öffentlich entschuldigt und erneute TV-Störungen beim Endspiel am Sonntag ausgeschlossen.

"Wir bedauern dies zutiefst. Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Es tut uns leid für alle, die einige Minuten des Spiels verpasst haben", sagte der UEFA-Geschäftsführer für Medientechnologie, Alexandre Fourtoy, am Donnerstag in Wien.

Verantwortlich für die Panne seien drei durch ein heftiges Gewitter über Wien ausgelöste Mikroausfälle von weniger als einer Millisekunde im Stromversorgungssystem gewesen. "Diese reichten aus, um das System neu starten zu müssen", sagte Fourtoy. In vielen Ländern - darunter auch in Deutschland - waren am Mittwochabend während der zweiten Halbzeit phasenweise keine Fernsehbilder der Partie in Basel zu sehen gewesen. Fourtoy sprach von Ausfällen von "dreimal sechs Minuten".

Für die verbliebenen zwei Spiele - inklusive des Finales am Sonntag - kündigte Fourtoy neue, besondere Sicherheitsmaßnahmen an. Im International Broadcasting Center (IBC) in Wien, wo das weltweite Fernsehsignal durch die UEFA und ihre Partner produziert wird, soll ein nun parallel laufender Dieselgenerator verhindern, dass bei Stromausfällen das gesamte System neu gestartet werden muss.

"Wir haben den bestmöglichen Stromversorger gewählt, der auch bei der WM 2006 verantwortlich gewesen ist", wies Fourtoy Vorwürfe einer schlechten Planung für das Milliarden-Event zurück. Die UEFA setzt in den TV-Angelegenheiten auf die Firma Host Broadcast Services (HBS), die auch mit dem Weltverband FIFA zusammenarbeitet. Zu möglichen Regressansprüchen durch die internationalen TV-Sender wollte der UEFA-Mann keine Stellungnahme abgeben. 800 Millionen Euro des EM-Etats von insgesamt 1,3 Milliarden Euro generiert die UEFA durch TV-Gelder. "Unsere Hauptaufgabe ist es nun, die Sicherheit für die noch kommenden Spiele zu gewährleisten", sagte er. Wie viele Länder von dem Ausfall betroffen waren, konnte Fourtoy nicht sagen.

Auch in Deutschland war durch die UEFA-Panne über mehrere Minuten das ZDF-Bild ausgefallen. Der deutsche Sender behalf sich mit dem Signal des Schweizer Fernsehens. Die Eidgenossen konnten auf eine Glasfieberkabel im vom Gewitter verschonten Basel zurückgreifen. Ein eigenes Back-up-System stand anderen Sendern nicht zur Verfügung, da die UEFA die TV-Bilder erstmals in Eigenregie produzieren lässt. Streng genommen beging das ZDF einen Vertragsbruch, da sich der Sender verpflichten musste, das UEFA-Signal zu übernehmen. "Das war ein guter Akt der Solidarität", sagte Fourtoy allerdings zur spontanen TV-Koalition.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sommerhaus der Stars 2018: Jens Büchner und seine Frau Daniela ziehen ein
Nach dem Dschungelcamp kommt nun das Sommerhaus der Stars 2018. Hier erfahren Sie, was Sie über Malle-Jens und seine Daniela unbedingt wissen müssen.
Sommerhaus der Stars 2018: Jens Büchner und seine Frau Daniela ziehen ein
„Schrecklich unsympathischer Typ“: Tim Mälzer zeigt TV-Moderator den Mittelfinger
Alles andere als souverän, aber dafür ziemlich authentisch reagierte TV-Koch Tim Mälzer auf einen Streich vor versteckten Kameras. 
„Schrecklich unsympathischer Typ“: Tim Mälzer zeigt TV-Moderator den Mittelfinger
Sommerhaus der Stars: Wer sind eigentlich Stephanie Schmitz und Julian Evangelos?
Stephanie Schmitz und Julian Evangelos nehmen am „Sommerhaus der Stars 2018“ teil. Wer? Das müssen Sie zu den Kandidaten aus „Love Island“ wissen.
Sommerhaus der Stars: Wer sind eigentlich Stephanie Schmitz und Julian Evangelos?
Patricia Blanco und Nico Gollnick im Sommerhaus der Stars 2018: Das ist das „Promi“-Paar
Patricia Blanco und Nico Gollnick sind Kandidaten im Sommerhaus der Stars 2018: Die Roberto Blancos Tocher war schon in mehreren Trash-TV-Formaten zu sehen.
Patricia Blanco und Nico Gollnick im Sommerhaus der Stars 2018: Das ist das „Promi“-Paar

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.