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Alina Süggeler, Thomas D. und Stefan Raab suchen unseren "Star für Baku".

Blitztabelle eigentlicher Star bei "Unser Star für Baku"

Köln - Stefan Raab sucht seit Donnerstag "Unseren Star für Baku". Die größte Entdeckung des Eurovisions-Vorentscheids war aber kein Sänger. 

Im Vorfeld sprach Stefan Raab von einer „Revolution für Castingformate“. Und die bekam der Fernsehzuschauer geboten. Die Idee: Von Beginn an konnten die Fernsehzuschauer mitverfolgen, wo ihr Favorit im Ranking steht. Denn eine Blitztabelle dominierte permanent den Fernsehbildschirm.

Aktive Zuschauerbeteiligung im Live-Fernsehen. So sorgte Raab nicht nur für schwitzige Hände seiner Kandidaten, sondern auch beim Publikum. Von der ersten Sekunde an konnten die Eurovisions-Fans für ihren Favoriten anrufen. Das Echtzeit-Voting tröstete dann auch darüber hinweg, dass die Show gnadenlos überzogen wurde.

"Unser Star für Baku": Die Bilder des Pop-Chamäleons

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In der Tat: Zu sehen, dass sein Favorit auf einem der "Schleuder-Plätze" sechs bis zehn ist, dürfte so manchen Zuschauer zum erneuten Rettungs-Anruf für den Kandidaten animieren. Denn nur, wer es im Ranking unter die ersten Fünf schafft, bekommt ein Ticket in die nächste Runde.

Bei den Zuschauern fand das Blitztabellen-Format seine Wirkung. „Ich finde das mit den absoluten Zahlen eine gute Idee, wegen Transparenz“, kommentiert ein Fan der Sendung auf der „Baku“-Facebook-Seite. Ein Kritikpunkt ging an die Adresse von Moderatoren und Jury: „Mir wurde bisschen zu oft erwähnt wie toll das Abstimmungssystem ist.“

2,44 Millionen Zuschauer (Marktanteil 8,2 Prozent) verfolgten die dreistündige Sendung auf ProSieben. Neben Stefan Raab komplettierten Thomas D. und Sängerin Alina Süggeler die Jury.

So mancher Zuschauer vermutet allerdings ein raffiniertes Geschäftssystem hinter der neuen Voting-Variante: „Das ganze ist reine Abzocke“, findet ein Kommentarschreiber. Und die FAZ meint: "Die Idee hat den schönen Nebeneffekt, dass Pro Sieben mehr Geld verdienen kann."  Denn 50 Cent kosten SMS und Anruf aus dem deutschen Festznetz. Greift man zum Handy, wird es sogar noch teurer.

Lässt man den finanziellen Aspekt - und die zahlreichen Werbepausen - mal außer acht, gibt es dank Blitztabelle dennoch einen Pluspunkt für "Unser Star für Baku": Die quälenden, nervenaufreibenden und schlussendlich doch zum Wegschalten animierenden Verkündungsszenarien bleiben dem Zuschauer erspart. „Geniales System - einfach für alle Castingshows einführen, dann fällt dieses ewig dumme Gelabere am Ende weg und man spart massig Sendezeit...“, verlangt ein Fan der Show. Da scheint Mulit-Genie Stefan Raab den anderen Castingshows mal wieder um einiges voraus zu sein.

mes


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