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Die MDR-Gremien befassen sich derzeit mit dem Betrugsfall beim Kinderkanal Ki.Ka.

Ki.Ka-Betrug: MDR zieht Konsequenzen

Leipzig/Erfurt - Es geht um Millionen: Die öffentlich-rechtlichen Sender beraten derzeit über den Betrugsfall bei ihrem Gemeinschaftsprojekt "Ki.Ka". Jetzt zieht die Senderführung Konsequenzen.

MDR-Intendant Udo Reiter hat am Freitag in einer Sondersitzung des Rundfunkrats den Abschlussbericht über den Betrugsfall beim ARD/ZDF-Kinderkanal vorgestellt. Der Betrugsfall beim Ki.Ka war im Dezember aufgeflogen.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein leitender Mitarbeiter des Ki.Ka mit Hilfe eines Komplizen in einer Berliner Firma die Sicherungsmechanismen umgangen haben. Deshalb bezahlte der MDR für Dienstleistungen, die gar nicht erbracht wurden. Der Ki.Ka-Mitarbeiter sitzt in Untersuchungshaft. Der Schaden habe sich auf 8,2 Millionen Euro erhöht, teilte Reiter mit.

Nach dem Millionenbetrug hat der federführende Mitteldeutsche Rundfunk personelle und inhaltliche Konsequenzen gezogen. Verwaltungsdirektor Holger Tanhäuser stellte sein Amt zur Verfügung.

Derweil stärkt der MDR-Verwaltungsrat Intendant Udo Reiter den Rücken. Nach der Sondersitzung teilte das Gremium mit, die Aufarbeitung des Falles durch den Intendanten erscheine transparent und zielgerichtet. Es spreche für die rückhaltlose Aufklärung, dass sich der MDR selbst von kritischen Analysen und Konsequenzen nicht ausnehme.

Mit den Entscheidungen sei der Weg für ein erfolgreiches Ki.Ka-Programm in Zukunft geebnet, teilte der Vorsitzende Gerd Schuchardt mit. Der Verwaltungsrat überwacht Geschäftsführung und Intendanz.

dpa

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