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"Viele kommen aus großer Not"

- Einmal im Jahr meldet sich in der ARD der Österreichische Rundfunk (ORF) mit einem "Tatort" aus Tirol. Dann reist der Wiener Sonderermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) in die Provinz, in der er meist mit besonders perfiden Verbrechen zu tun hat. Die Bücher stammen aus der Feder von Felix Mitterer, der schon Kreuzigungen und Morde an Wilderern für den ORF und die ARD thematisierte und damit für Aufregung sorgte.

Im neuen Fall von Moritz Eisner kommt an diesem Sonntag (20.15 Uhr) der "Tod aus Afrika".

In den Tiroler Bergen wird ein afrikanischer Asylbewerber tot aufgefunden. Die Ermittlungen der örtlichen Kripo unter der Leitung von Inspektor Pfurtscheller (Alexander Mitterer) verlaufen im Sand. Mit dem vorgeschobenen Argument, es könnte sich um ein politisches Attentat handeln, gelingt es Pfurtscheller, beim Innenministerium seinen alten Bekannten, den Wiener Sonderermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer), für den brisanten Fall anzufordern.

Eisner quartiert sich im ehemaligen Gasthof von Frieda Jordan (Ruth Drexel) ein, der inzwischen als Asylantenwohnheim genutzt wird. Doch bei den dort untergebrachten Afrikanern, Tschetschenen und Albanern stößt er auf eine Mauer des Schweigens. Auch die alte Wirtin, ihre Tochter Ingrid (Carmen Gratl) und ihr Schwiegersohn Klaus (Andreas Patton) wollen keine Ahnung haben, wer oder was hinter dem brutalen Mord stecken könnte.

Moritz Eisner merkt, dass die afrikanischen Bewohner des Heims offenbar in großer Angst leben. Doch sie trauen auch nicht der Polizei. Erst als ein zweiter Mord geschieht, dem der Junge Tambour (Franky Attakpah) zum Opfer fällt, den Frieda Jordan sehr lieb gewonnen hatte, wird das Schweigen gebrochen. In die Ermittlungen platzt dann noch ausgerechnet Eisners Tochter Claudia (Sarah Tkotsch), der Ferien in Tirol lieber sind als bei der Mutter in Hamburg.

Für Hauptdarsteller Krassnitzer enthält der "Tatort" erschreckende Parallelen zur Realität: "Die Menschen müssen erkennen, dass viele Asylanten nicht Abzocker sind, sondern wirklich aus großer Not nach Europa gekommen sind", sagt der 45-Jährige. "Sie haben zum Leben zu wenig, zum Verrecken zu viel." Er weist darauf hin, dass viele Europäer selbst ein - vielleicht längst verdrängtes - Flüchtlingsschicksal hinter sich haben.

Der gegenwärtige Flüchtlingsstrom aus Afrika werde weiter anschwellen. "Die Krise wird von denjenigen herbeigeredet, die ihren ökonomischen Vorteil in verarmten Ländern suchen", sagt der streitbare Krassnitzer: "Eine scheinheilige Argumentation, die nach hinten losgeht."

ARD, Sonntag, um 20.15 Uhr.

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