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Jörg Pilawa soll für das ZDF große Shows moderieren, aber auch einen der Talksendeplätze übernehmen, die nach dem Weggang Johannes B. Kerners frei werden. Im Ersten stand er bisher auch für spielerische Wissensvermittlung.

Vier für Pilawa: ARD sucht Nachfolger für den Moderator

Der im kommenden Jahr von der ARD zum ZDF wechselnde Fernsehmoderator Jörg Pilawa wird beim Mainzer Sender wohl eine ähnliche Präsenz erreichen wie der scheidende Tausendsassa Johannes B. Kerner.

Der 44-Jährige werde jährlich fünf Samstagabendshows moderieren, kündigte ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut in der „Bild am Sonntag “ an: „Es wird neue Showideen geben – klassische Samstagabendunterhaltung sowie Eventprogramme.“ Ferner werde Pilawa jährlich rund zehn Prime Time-Formate, beispielsweise wissensvermittelnde Shows, unter der Woche moderieren, sagte Bellut. Hinzu komme einmal wöchentlich eine Late Night Show.

Das ZDF bestätigte die Planungen, wollte jedoch Spekulationen nicht kommentieren, Pilawa könnte bald auch Thomas Gottschalk als Moderator von „Wetten, dass...?“ beerben. Gottschalk wird im nächsten Jahr 60, seine Show musste zuletzt Marktanteile an die Konkurrenz abgeben, vor allem an RTL.

Pilawa wechselt im Oktober nächsten Jahres von der ARD zum ZDF. Programmchef Bellut betonte, der Moderator habe sehr klare Vorstellungen und alle Freiheiten in der Entwicklung seiner Ideen. „Beschließen werden wir Inhalte und Ausrichtung der Show gemeinsam“, sagte Bellut. In Sendestunden gerechnet sei das vereinbarte Pensum wesentlich geringer als bei der ARD . Mit der Planung könne der Moderator in den nächsten Jahren leben, ohne sich zu verbrauchen.

Der gebürtige Hamburger hatte, wie berichtet, erst nach längerer Bedenkzeit beim ZDF unterschrieben. Die ARD habe ihm zuletzt auch noch die Moderation von „Verstehen Sie Spaß?“ angeboten, dessen bisheriger Moderator Frank Elstner seinen Rückzug zum Jahresende angekündigt hat. „Doch dann wäre ich an weiteren sieben Wochenenden eingespannt worden“, so Pilawa, der sich seine Wochenenden eigentlich für die Familie freihalten will.

Unterdessen sucht die ARD prominente Moderatoren, die die Lücke füllen, die Pilawa hinterlässt. „Wir werden ihn nicht nur durch einen Moderator ersetzen“, sagte Programmdirektor Volker Herres dem „Spiegel“. Das Erste wolle sich stattdessen „perspektivisch in der Unterhaltung breiter und vielfältiger aufstellen“. Pilawa moderiert noch bis Frühjahr nächsten Jahres Quizsendungen und eine Reihe von Abendshows.

ARD -intern gelten dem „Spiegel“ zufolge die Moderatoren Ina Müller, Barbara Schöneberger und Frank Plasberg sowie der Kabarettist und Autor Eckart von Hirschhausen als potenzielle Nachfolger in der Hauptsendezeit. Wunschkandidat sei jedoch weiterhin Günther Jauch. Jauch war als Nachfolger von Sabine Christiansen als Moderator eines Polittalks im Ersten vorgesehen gewesen, hatte im Jahr 2007 nach langen Verhandlungen der ARD aber doch noch abgesagt.

Dieter P. Adler

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