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Die deutsche ESC-Kandidatin Levina geht mit dem Song „Perefct Life“ an den Start.

Musik-Event des Jahres in Kiew

Voting beim ESC 2017: So funktioniert heute die Abstimmung beim Eurovision Song Contest

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München - Wie oft darf man beim ESC 2017 anrufen? Kann man heute für Deutschland abstimmen? Und wie votet man? Alle Infos zum Voting beim Eurovision Song Contest.

Update vom 13. Mai 2017: Wer gewinnt den Eurovision Song Contest in Kiew? Und wie schneidet die deutsche Kandidatin Levina ab? Alle Informationen finden Sie im Live-Ticker zum ESC 2017.

Am Samstag kommt es Kiew (Ukraine) zum musikalischen Showdown, denn der Eurovision Song Contest 2017 steht an. Vergangenes Jahr holte die Sängerin Jamala mit dem Lied „1944“ den Sieg beim ESC in Stockholm und damit den ESC 2017 in die Ukraine. Die Stadt Kiew ist damit zum zweiten Mal nach 2005 der Austragungsort für den Eurovision Song Contest.

Um das Finale des ESC zu entzerren, finden seit 2004 zwei Halbfinalrunden (heuer am 9. und 11. Mai) statt. Dadurch verkleinert sich die Anzahl der Teilnehmer dieses Jahr von 41 auf 26 Länder. Deutschland ist wie Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien (die sogenannten „Big Five“, also die großen Geldgeber) sowie Gastgeber Ukraine automatisch für das Finale am Samstag gesetzt. 

Für Deutschland geht beim ESC 2017 bekanntlich Levina mit dem Song „Perfect Life“ an den Start. Nach den enttäuschenden Ergebnissen der deutschen Kandidaten in den Vorjahren wächst in Deutschland die Hoffnung auf ein besseres Abschneiden in Kiew. Dabei verrät der Blick auf die Platzierungen: Es kann eigentlich nur besser werden. 2015 wurde die deutsche Kandidatin Ann Sophie (“Black Smoke“) mit dem letzten Platz abgestraft und auch vergangenes Jahr kam Jamie-Lee mit ihrem „Ghost“-Song in Stockholm nicht über den Schluss-Platz hinaus.

Levina, die auf den bürgerlichen Namen Isabella Levina Lueen hört, soll Deutschland wieder zurück in die Erfolgsspur bringen. Dafür braucht es am Samstag eine gute Performance der Musikmanagement-Studentin und natürlich sollte möglichst oft der Satz fallen: „Germany, twelve points!“ 

Die großen Favoriten beim ESC 2017 sind aber andere: Zum Beispiel der 17-Jährige Bulgare Kristian Kostov, die irren jodelnden Rumänen, der Portugiese Salvador Sobral und der Italiener Francesco Gabbani

Sobald alle Musik-Acts durch sind, geht es dann in die heiße Phase: Die Leitungen für das Televoting sind offen und es kann für den persönlichen Favoriten abgestimmt werden.

  • Doch wie kann man beim ESC 2017 abstimmen?
  • Geht das nur per Telefon oder auch per SMS?
  • Und kann ich beim Eurovision Song Contest auch für Deutschland voten?

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Voting beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew.

Darf ich beim ESC 2017 für Deutschland abstimmen?

Unsere Kandidatin Levina würde sich freuen, wenn sie durch die Stimmen ihrer Landsleute beim ESC 2017 zwölf Punkte aus Deutschland bekäme. Doch leider geht das nicht. Eine grundsätzliche Regel beim Eurovision Song Contest besagt: Für das eigene Land darf man nicht abstimmen. Deswegen kann man in Deutschland nicht für die deutsche Teilnehmerin abstimmen. Der Grund: Wettbewerbsverzerrung? Dreimal dürfen Sie raten, wie viele Punkte die Teilnehmer aus ihren eigenen Ländern wohl bekämen. Im Falle von Deutschland würde es dann bei der Punktevergabe von der Reeperbahn wohl jedes Mal heißen: „Our twelve points go to Germany!“ So würde sich wohl jedes Teilnehmerland selbst die Höchstpunktzahl geben. 

Deswegen heißt es in den Regeln des ESC unmissverständlich: „Weder in den Halbfinals noch im Finale kann für das eigene Land gestimmt werden.“ Das mit den Halbfinals ist für Deutschland allerdings irrelevant, wir ziehen eh immer automatisch ins Finale ein.

Es gibt allerdings eine Möglichkeit, wie Sie beim ESC 2017 für Deutschland abstimmen können: Sie rufen aus dem Ausland an und geben Deutschland Ihre Stimme.

Heißt also: Auf Mallorca, aus Italien, aus Österreich oder aus Belgien können Sie beim Eurovision Song Contest für Deutschland anrufen. Alle ESC-Fans, die in der Nähe der Grenze wohnen können ja mal kurz nach Tirol oder nach Frankreich fahren, um von dort aus für Levina abzustimmen.

Das heißt umgekehrt aber auch: Ausländer können in Deutschland beim Eurovision Song Contest für ihr Land abstimmen, also Polen für Polen, Italiener für Italien oder Spanier für Spanien. 

ESC 2017 in Kiew: Wie kann ich abstimmen?

Der Verlauf des Votings ist in der Regel relativ simpel. Konnte man früher lediglich per Telefonanruf abstimmen, gibt es heutzutage mehrere Wege, um für den jeweiligen Kandidaten zu voten. Sobald am Samstag alle Teilnehmer ihre Songs performt haben, so werden die Leitungen für das Televoting geöffnet und Sie können ihre Stimme via Telefon abgeben. Pro Anruf werden ihnen circa 20 Cent berechnet.

Neben Telefon kann auch via SMS und der offiziellen ESC-App gevotet werden. Die Gebühren für eine Kurznachricht oder die Stimmabgabe per App (Ortsgebühr) beträgt wie beim Anruf ebenfalls circa 20 Cent. Die ESC-App kann sowohl im iTunes-Store (Apple-Geräte) als auch im Google-Play-Store (Android-Geräte) kostenlos heruntergeladen werden.   

Wer die Applikation nutzt, hat so Zugriff auf die neuesten Infos, Videos und Fotos und zudem die Möglichkeit, das Finale des ESC 2017 im Live-Stream zu verfolgen. 

Hinweis: Achten Sie bei der Nutzung eines Live-Streams auf eine stabile WLAN-Verbindung. Andernfalls kann das Datenvolumen ihres Mobilfunkvertrags schnell aufgebraucht sein und somit hohe Kosten entstehen. 

Wie oft kann ich beim ESC 2017 für Deutschland abstimmen?

So oft, wie Sie wollen. Wie oben beschrieben kostet jede Stimme um die 20 Cent. Wer will, kann beim ESC-Voting also jede Menge Geld ausgeben. 

Eine Obergrenze für die Stimmenzahl gibt es allerdings: Irgendwann wird das Zeitfenster für die Abstimmung geschlossen. Heißt: Ab einem gewissen Zeitpunkt werden keine Stimmen mehr angenommen.

ESC 2017 in Kiew: Was passiert mit meiner Stimme?  

Auch der weitere Verlauf ist schnell erklärt. Die Stimmen aus dem Televoting (Anruf, SMS, App) machen 50 Prozent des Ergebnisses aus. Für die andere Hälfte ist eine fünfköpfige Jury verantwortlich. Diese Jury-Bewertungen werden dann mit den Stimmen aus dem Televoting verrechnet und in die jeweiligen Punkte umgewandelt.

Demnach gibt es Punkte für die besten zehn Teilnehmer (also 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10 und 12 Punkte). Seit 2016 werden die Zuschauer- und Jurywertungen voneinander getrennt. Insgesamt kann ein Kandidat somit 24 Punkte erhalten (zwölf durch die Zuschauer und zwölf durch die Jury-Wertung). 

Übrigens: Dem Televoting kommt eine bedeutende Rolle zu. Denn sollten zwei Teilnehmer auf die selbe Punkte-Ausbeute kommen, so erhält das Land die höhere Wertung, das von den Zuschauern besser bewertet wurde. Ist die Punkteverteilung auch dann noch gleichauf, so hat das Land mit der höheren Jury-Bewertung den Vorteil. Wenn es auch dann noch zu keiner Entscheidung gekommen ist, findet eine Mehrheitsentscheidung der Jury statt.

ESC 2017: Wie setzt sich die Jury zusammen?

Die Jury einer jeden Teilnehmernation setzt sich in der Regel aus fünf Musik-Experten zusammen. Die Mitglieder sollten also entweder Hörfunkmoderator, Musiker, Komponist, Textdichter oder Produzent sein und dürfen in den zwei Jahren zuvor nicht Teil der Fachjury gewesen sein. Dabei wird zusätzlich darauf geachtet, eine Balance aus Alter, Geschlecht und beruflichem Hintergrund zu finden. 

Seit dem 1. Mai stehen die Mitglieder der deutschen Jury fest: Andreas Herbig (Musikproduzent), Joy Denalane und Nicole (beide Sängerin), Adel Tawil und Wincent Weiss (beide Sänger). Im Finale des ESC 2017 stimmen auch die Jurys aller Teilnehmerländer ab, die bereits im Halbfinale ausgeschieden sind. Moderatorin Barbara Schöneberger wird am Samstag als Punktefee das Ergebnis der deutschen Zuschauer und Jury verkünden. 

ESC 2017: Haben alle Länder beim Voting gleich viel Stimmen-Gewicht?

Bei der Qualifikation für das Finale mag es die „Big Five“ geben. Bei den Stimmen sind alle Stimmen gleichberechtigt. Heißt also: Die Stimmen einer handvoll San Marinesen haben das gleiche Gewicht wie die von Millionen Deutschen. Die deutschsprachige ESC-Seite schreibt zu diesem Thema: „Man kann das natürlich als ungerecht betrachten, aber eigentlich macht es den Reiz der Veranstaltung aus, dass einmal im Jahr wirklich alle Länder gleichberechtigt sind - ohne Zweiklassengesellschaft und Vetorecht. Wäre doch langweilig, wenn immer nur die Länder den Ausschlag geben würden, in denen die meisten Zuschauer sitzen, oder?

kus

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