Kündigung des Kooperationsvertrags mit Ismaik: So hat 1860 hat entschieden

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Wagenholer und Nonnenbekämpfer

- Er war der Harry Klein. Seit 1974 spielte der damals frisch von den Dreharbeiten zu "Cabaret" aus Hollywood zurückgekehrte gebürtige Münchner Fritz Wepper 281 Folgen lang den Wagenholer Harry an der Seite der großen Spürnase "Derrick" alias Horst Tappert. Vorher schon hatte Wepper 70 mal den Part des braven Stichwortgebers von "Kommissar" Erik Ode gegeben. Gut 23 Jahre später erst verschwand mit Stefan Derrick auch dessen Assistent in der Mottenkiste der Mattscheibe.

"Ich bin ein selbstständig arbeitender Handwerker."

Fritz Wepper

23 Jahre lang im Hintergrund bleiben, während andere die Lorbeeren einheimsen, 23 Jahre lang den weinenden Witwen die tröstenden Worte zusprechen und das Taschentüchlein reichen, während der Chef sich wieder einmal bramarbasierend in den Vordergrund spielt. Das Leben war nicht immer nett zu Harry Klein - und die Presse zu Fritz Wepper, der heute seinen 65. Geburtstag feiert, auch nicht. Kokain, Frauengeschichten, mit Tempo 100 nachts durch die Stadt: Die Geschichten und Geschichtchen dazu sind mittlerweile Legion. Doch damit war's pünktlich zum Drehschluss des letzten "Derrick" vorbei.

Seitdem läuft Wepper kontinuierlich zu immer größerer Form auf: Oft und in vielen ganz unterschiedlichen Rollen ist er auf dem Bildschirm zu sehen. Und man sieht ihn gerne. Etwa als bärbeißigen und jähzornigen Bürgermeister und Nonnenbekämpfer in der ARD-Serie "Um Himmels Willen" oder demnächst im ZDF in der Komödie "Balthasar". Da spielt der auch mit Preisen in jüngster Zeit vielfach dekorierte Wepper den ehemaligen Gartencenter-Chef Balthasar Pelkofer, der sein Leben nach dem Konkurs des Betriebes ganz neu ordnen muss.

Dass er derzeit einer der gefragtesten deutschen TV-Schauspieler ist, bezeichnet Wepper als "großes Glück". Dabei ist es natürlich auch Können. Jede Menge davon. Auch wenn er gerne abwiegelt: "Ich bin ein selbstständig arbeitender Handwerker in einem knallharten Beruf, und ich habe gelernt: Man ist immer nur so gut wie im letzten Film." Und wenn man sich die ganz unterschiedlichen Figuren und deren so spannende charakterliche Nuancen ansieht, die Fritz Wepper seit Harry Kleins Abschied gespielt hat, fragt man sich verwundert, wie er es 23 Jahre lang so klein ausgehalten hat.

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