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Könnte man fast verwechseln: ZDF-Intendant Thomas Bellut (links) und Det von den Mainzelmännchen.

Weiblicher Zuwachs gefordert

Wann kommen die „Mainzelmädchen“?

Mainz - Die ZDF-Mainzelmännchen sind seit 50 Jahren ohne weibliche Gesellschaft. Viele Zuschauer fordern nicht nur im Namen der Gleichberechtigung, dass sich das ändert.

Das ZDF lässt jedoch offen, ob es irgendwann noch einmal „Mainzelmädchen“ geben wird und Anton, Berti, Conni, Det, Edi sowie Fritzchen damit weiblichen Zuwachs bekommen. „Wer weiß, in zehn Jahren?“, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung über 50 Jahre Mainzelmännchen. „Man kann ja mal was Neues machen.“ Auf absehbare Zeit sind „Mainzelmädchen“ jedoch nicht in Planung.

Nur in der Zeichentrickserie „Die Mainzels“ (2003) gab es mit Lea und Zara bisher weibliche Gesellschaft für die kleinen „Zipfelkobolde“. Danach wurde entschieden, dass es keine Fortsetzung geben soll.

In einer kleinen Schau macht das Zweite auf dem Mainzer Lerchenberg eine Zeitreise. Am 2. April 1963 gingen die Mainzelmännchen als Werbetrenner auf Sendung. Der Intendant sieht sie als wichtige Botschafter. „Die Mainzelmännchen gehören zum ZDF“, sagte Bellut vor Mitarbeitern, und verriet, dass er schon als Kind mit den Mainzelmännchen in Berührung kam: „Ich wurde als Brillenträger mit Det verglichen.“

Mit einem Schmunzeln ging er auch auf die Veralberung in der „heute-Show“ ein: „Ich entschuldige mich hier auch bei den Mainzelmännchen dafür, was die "heute-Show" ihnen antut“, sagte Bellut. „Wir bleiben ja seriös im Werberahmenprogramm.“

Die Ausstellung zeigt auf sechs großen Tafeln die ersten Skizzen der Mainzelmännchen sowie sechs Männer, die wichtig für die Figuren waren: unter ihnen der erste ZDF-Intendant Karl Holzamer und der „Vater“ der Männchen, Wolf Gerlach, der im vergangenen Jahr starb. Auch Alfred Biolek gehört dazu: Der spätere Talkmaster war 1963 Assessor in der Justizabteilung des jungen Senders und für den ersten Mainzelmännchen-Vertrag verantwortlich.

Der erste Chef des Werbefernsehens, Horst Buckwitz, findet, die Kleinen haben sich gut entwickelt: „Sie sind lebendiger geworden.“ Zu sehen sind auch ein Video und Schautafeln über die Entstehung der Clips in einer Produktionsfirma in Wiesbaden.

Das ZDF zeigte am Dienstag Mainzelmännchen der ersten Stunde - noch in Schwarz-Weiß - bis hin zu den heutigen Figuren. Zweimal wurden sie modernisiert. Ein Kinofilm ist erstmal nicht in Planung. „Sie sind doch eher die Könige der kleinen Spots“, sagte Bellut.

dpa

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