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Weiterhin ein Quotenhit: das Dschungelcamp.Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de.

Andere RTL-Formate verlieren

Warum das Dschungelcamp ein Quoten-Knüller ist

Köln - Anfangs zeigten nicht nur Fans Skepsis: Kann das Dschungelcamp ohne Dirk Bach funktionieren? Es kann! Andere RTL-Shows schwächeln hingegen. Warum ist das so?

Die Zuschauer lieben die RTL-Show – obwohl mit Sonja Zietlows neuem Moderatoren-Partner Daniel Hartwich ein anderer Wind in Australien weht. Am Montag schalteten 7,7 Millionen Menschen in die Wildnis, am Samstag knackte RTL sogar den Rekord. Im Durchschnitt verfolgten 7,97 Millionen Ich bin ein Star – Holt mich hier raus, in der Spitze bis zu 8,98 Millionen.

Die Wissenschaftlerin Kristin Bleicher vom Institut für Medien und Kommunikation der Uni Hamburg erklärt den Höhenflug so: „Das Dschungelcamp wird als jährliches Event inszeniert und täglich ausgestrahlt, was die Zuschauerbindung erhöht.“

Doch während die Ekel-Show durchstartet, schwächeln anderen RTL-Formate, etwa Deutschland sucht den Superstar (DSDS). Laut Bleicher liegt das an der Zahl der Castinghows, „die sich mittlerweile inflationär erhöht hat“.

Alles zum Dschungelcamp!

Eine Analyse, die Anke Eickmeyer bestätigt. Gleichzeitig betont die RTL-Sprecherin: „Wir jammern auf sehr hohem Niveau.“ Die Quoten von einigen Flaggschiffen seien zwar gesunken, aber immer noch sehr gut.

Eickmeyer selbst redet von einer Übersättigung der Zuschauer. Anfang der 2000er-Jahre nahm der Kölner Sender eine Vorreiter-Rolle ein, als Shows wie DSDS und WWM an den Start gingen: „Andere Sender haben nachgezogen, es gab eine regelrechte Quiz- und Casting-Schwemme.“ Problem zwei: „Jedes Format hat seinen Lebenszyklus.“ Bei einer über zehn Jahren alten Sendung ständig neue Quotenrekorde einzufahren, sei unrealistisch.

Klassiker wie Wer wird Millionär? lassen sich auch nicht einfach neu erfinden. „Es gibt wenig Stellschrauben, an denen sich drehen lässt“, erklärt Eickmeyer . So schränkt schon der Lizenzgeber die Möglichkeiten für Veränderungen ein, denn die Rechte liegen bei einer britischen Produktionsfirma.

Also bliebe noch die Möglichkeit, den Moderator zu wechseln. Doch Eickmeyer winkt ab: „Wer wird Millionär? ohne Günther Jauch ist nicht vorstellbar.“

Eva Hutter

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