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Ranga Yogeshwar únd Oliver Welke.

Preise für Moderatoren

Welke und Yogeshwar: Ausgezeichnete Sprache

Wiesbaden - Sie bringen Satire und Wissenschaftsthemen sprachlich geschliffen und verständlich auf den Punkt. Dafür wurden Oliver Welke und Ranga Yogeshwar ausgezeichnet.

Auf den ersten Blick haben „heute-show“-Moderator Oliver Welke und der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar nicht viel gemeinsam. Welke hat sich mit Sprachwitz und bissigen Kommentaren in seiner Politsatire „heute-show“ einen Namen gemacht - Yogeshwar als Übersetzer komplexer wissenschaftlicher Phänomene. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) jedoch sieht bei den Moderatoren eine Parallele: Beide gehen klug mit Sprache um. Dafür zeichnete sie Yogeshwar und Welke am Samstag in Wiesbaden aus.

Welke und sein Team der „heute-show“ erhielten den neu gestifteten Hans-Oelschläger-Preis für Sprachkritik in den Medien. Es gelinge dem 48-Jährigen, in der bissigen Satiresendung komödiantische Höchstleistungen zu vollbringen und inhaltsleere Floskeln von Politikern zu entlarven, dabei aber die Distanz zum Klamauk zu wahren, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Die Sendung sei „so etwas wie der bewaffnete Arm des ZDF“, sagte Laudator Dietmar Wischmeyer. Der Satiriker ist mit seinem „Logbuch der Bekloppten und Bescheuerten“ Teil der „heute-show“. Diese sei kein „schlaumeierisches Rollkragenpullover-Kabarett, aber auch kein Comedy-Klamauk“, sagte Wischmeyer. „Sie ist die Rache an der inhaltslosen Selbstbeweihräucherung des Politikbetriebs. Unsere Politiker haben sie einfach verdient.“

Yogeshwar bekam den Medienpreis für Sprachkultur in der Sparte „Fernsehen“. Dem Physiker („Quarks & Co“) gelinge es, komplexe naturwissenschaftliche Phänomene verständlich darzustellen, befand die GfdS. FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher würdigte den 55-Jährigen in seiner Laudatio als „einzigartigen Übersetzer von wissenschaftlicher Sprache und Anschauung“. Yogeshwar habe die besten Tugenden der Wissenschaft in den Journalismus importiert.

Dem Physiker und Vater von vier Kindern sei es zudem gelungen, in seinen Sendungen die Sprache des digitalen Zeitalters verständlich zu übersetzen und auf kritische Themen wie die unübersichtliche Masse an persönlichen Daten im Internet aufmerksam zu machen.

Den Sprachkultur-Preis in der Sparte „Presse“ bekam die Journalistin Johanna Adorján. Sie arbeitet seit 2001 für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Ihre Interviews etwa mit Roman Polanski oder Woody Allen zeichnen sich für die Jury vor allem dadurch aus, dass es ihr gelinge, ihren Gesprächspartnern Neues und Interessantes zu entlocken.

Einen Nachwuchspreis bekam der freie Journalist Mohamed Amjahid, der unter anderem für „Die Zeit“ schreibt. Jeder der vier Preise ist mit 5000 Euro dotiert. Sie werden alle zwei Jahre vergeben.

dpa

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