Wenn "Sonne" nicht "Urlaub" bedeutet

Doku-Dreiteiler: - Während die ARD gerade unter dem Titel "Steinzeit - Das Experiment" zwei Familien zurück in die Jungsteinzeit geschickt und dabei mit der Kamera beobachtet hat, startet heute Abend um 20.15 Uhr im ZDF der Doku-Dreiteiler "Oman - Abenteuer in Arabien", der auf einem ähnlichen Grundgedanken basiert.

Der Reiz des Fremden ist inzwischen ein fester Programmbestandteil des Mainzer Senders geworden: Denn das Zweite schickt in letzter Zeit in regelmäßigen Abständen Familien aus Deutschland in ungewohnte, unbekannte und exotische Lebensräume und filmt sie bei ihren Bemühungen, sich an die fremde Umgebung anzupassen. Zu den Mehrteilern, die dabei entstanden sind, gehören unter anderem "Sternflüstern - das Sibirien-Abenteuer", "Sternflüstern - jenseits des Polarkreises" und "Traumfischer - das Südsee-Abenteuer".

Jetzt geht die Reise erneut in die Sonne, nach Oman: "Abenteuer in Arabien" heißt der Doku-Dreiteiler von Iris Bettray, dessen erste Folge den Titel "Aufbruch ins Reich des Sultans" trägt. Für die Regisseurin war diese Produktion nicht die erste ihrer Art: Im Auftrag des Kölner Privatsenders RTL hat sie bereits die beiden Dokusoap-Formate "Mein Baby" und "Meine Hochzeit" realisiert.

Knapp zwei Monate begleitete Bettray und ihr Kamerateam das nach Senderangaben "anfänglich schwierige, im späteren Verlauf dann sehr emotionale Miteinander" zwischen den Omanis und der Familie Mannshardt aus Norddeutschland sowie Katrin Schaumburg, ihrem Lebensgefährten Martin Pulver und ihren beiden Kindern Max und Catherina.

Die Startfolge schildert, wie die Mannshardts, die normalerweise in der Nähe von Lübeck wohnen, sich im höchstgelegenen Dorf des gewaltigen Jebel Akhdar-Gebirges einleben, während die aus Süddeutschland stammende Patchwork-Familie Schaumburg den Weg in die Wüste antreten muss.

Das Fernsehprojekt bietet "die Chance, die Initiative des ZDF zu stärken, den Gedankenaustausch der christlich- europäischen mit der islamischen Welt zu intensivieren", erklärt Klaus Heckenhahn, Chef der Redaktion Kultur und Wissenschaft des Senders.

Mit der Doku-Serie solle gezeigt werden, welche kulturellen und religiösen Traditionen das Leben der Omanis bestimmen. Außerdem will man deutlich machen, dass das Alltagsleben in sengender Hitze für die deutschen Familien alles andere als eine erholsame Urlaubsreise ist: Sonne satt muss eben nicht zwangsläufig eine Verheißung sein. Denn für die acht Protagonisten aus Deutschland geriet der Aufenthalt im weltoffenen, aber auch traditionsbewussten Sultanat Oman nicht immer zur wahren Freude.

Janette Mannshardt, die im Verlauf der Sendung noch einiges über die Lebenswelt osmanischer Frauen lernen wird, erzählt, dass sie es bei der Ankunft als erschreckend empfand, am Flughafen nur auf Männer zu stoßen. Denn dort hätten sie, die blonde Frau, zwar alle angestarrt. Bei der anschließenden Begrüßung wollte jedoch keiner die 34 Jahre alte OP-Schwester beachten. "Da habe ich gedacht: Na super."

"Abenteuer in Arabien"

Zweiter Teil am 12. Juni, dritter Teil am 19. Juni (20.15 Uhr).

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bayerischer Rundfunk übernimmt 2018 den ARD-Vorsitz
Der Senderverbund hat einstimmig beschlossen, dass der Bayerische Rundfunk im Jahr 2018 den Vorsitz der ARD übernehmen wird - zuletzt hatte der BR diesen 2005/2006 inne.
Bayerischer Rundfunk übernimmt 2018 den ARD-Vorsitz
Wird dieser Weltmeister Scholl-Nachfolger bei der ARD?
Nach der Trennung von Mehmet Scholl ist die ARD auf der Suche nach einem oder mehreren TV-Experten für die Fußball-WM 2018. Ein Weltmeister scheint Favorit zu sein, ein …
Wird dieser Weltmeister Scholl-Nachfolger bei der ARD?
Castingshow „MasterChef“ startet neue Staffel mit Nelson Müller
Die zweite Staffel von „MasterChef“ hat 24 Folgen mit jeweils 50 Minuten und startet am Montag nach der Bundestagswahl mit Neuzugang Nelson Müller in der Jury.
Castingshow „MasterChef“ startet neue Staffel mit Nelson Müller
Aus für Frank Elstners „Große Show der Naturwunder“
Frank Elstners „Große Show der Naturwunder“ wird eingestellt.
Aus für Frank Elstners „Große Show der Naturwunder“

Kommentare