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Kommissar Pascha - Ein Fall für Zeki Demirbilek.

Ermittlungen von Athen bis Zürich

Wer geht, wer bleibt? Die ARD-Donnerstags-Krimis im großen Check

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Die ARD testet seit Längerem Krimis am Dienstag. Zeit für einen tz-Check: Welche Ermittler dürfen weiterhin auf Verbrecherjagd gehen, wer muss seinen Dienst quittieren?

Update vom 13. Oktober 2017: Mit knapp 40 Millionen Euro Budget ist es das größte Serien-Projekt, das es in Deutschland je gegeben hat. Wir haben zusammengefasst, was Sie zu "Babylon Berlin" wissen müssen.

Im Ersten wird schon lange nicht mehr nur sonntags im Tatort gemordet. Der Donnerstagabend ist zum zweiten Krimi-Tag in der ARD geworden – ermittelt wurde in den vergangenen Monaten in ganz Europa, von Athen bis Zürich. Dass gleich einige neue Kommissare an den Start gingen, hatte einen einfachen Grund: Die ARD-Produktionstochter Degeto, die für alle Krimis verantwortlich zeichnet, wollte vielfältig testen und dann schauen, welche Geschichten am besten ankommen. Zeit also für einen tz-Check: Welche Ermittler dürfen weiterhin auf Verbrecherjagd gehen, wer muss seinen Dienst quittieren?

Kommissar Pascha

Schade, schade: Die wirklich originelle Reihe rund um den bayerisch-türkischen Kommissar Pascha (Tim Seyfi) wird nicht weitergeführt, wie die ARD Degeto gegenüber der tz bestätigt. „Die Entscheidung war eine der schwersten, da die Filme und auch die Resonanz gut waren“, so Redaktionsleiter Sascha Schwingel. „Aber die Akzeptanz bei den Zuschauern blieb merklich hinter anderen Krimi-Formaten zurück.“ 

Tendenz: Er geht!

Athen-Krimi

Mit viel Enthusiasmus ging Francis Fulton-Smith in der griechischen Hauptstadt auf Verbrecherjagd. Der Münchner produzierte die Premiere seiner Reihe sogar selbst. Eine Fortsetzung wird es trotzdem nicht geben. Insgesamt konnte der Film einfach nicht überzeugen. Die Quote lag bei rund 13 Prozent. Tendenz: Er geht!

Bozen-Krimi

Die Bozen-Krimis mit Chiara Schoras in der Hauptrolle gehören zu den erfolgreichsten der Donnerstags-Krimis. Vier Folgen sind ­bereits gelaufen, die Spitzenquote lag bei fast sechs Millionen Zuschauern (19,2 Prozent Marktanteil). Kein Wunder, dass die ARD weiter auf die Geschichten aus Südtirol setzt. Inzwischen gibt es sogar ein Buch zur Serie. Tendenz: Er bleibt!

Island-Krimi

Der Island-Krimi mit Franka Potente wird nach Informationen der tz nicht fortgesetzt. „Es gelingt leider nicht, die wichtigen kreativen Köpfe dieser Filme – vor und hinter der Kamera – in absehbarer Zeit in derselben Konstellation zusammenzubringen“, erklärt Sascha Schwingel von der ARD Degeto. Tendenz: Er geht!

Zürich-Krimi

Daumen hoch für den ­Zürich-Krimi: Am 19. April haben die Dreh­arbeiten zu zwei neuen ­Folgen der Reihe begonnen. Christian Kohlund, der einst seine Rolle als Traumhotel-­Direktor an den Nagel hängen musste (zum großen Bedauern vieler Zuschauer), spielt den knorrigen ­Anwalt ohne Zulassung, Thomas Borchert, also weiter. An seiner Seite: Ina Paule Klink. Tendenz: Er bleibt! 

Kroatien-Krimi

Branka Maric darf dank guter Quoten (etwa 16 Prozent Marktanteil) weiter ermitteln. In Split und auf der Insel Vis werden bis Ende Mai die dritte und vierte Folge der Reihe mit Neda Rahmanian in der Hauptrolle gedreht. Mit dabei sind auch ­Benjamin Sadler und Dominic Raacke. Sendetermine gibt es noch nicht. Tendenz: Er bleibt!

Usedom-Krimi

Eine Erfolgsgeschichte, die weitergeht: Die vierte und fünfte Folge des Usedom-­Krimis werden voraussichtlich im November im Ersten laufen. Der sechste Fall mit Katrin Sass als Ex-Staats­anwältin (Foto) und Lisa ­Maria Potthoff als ihre Tochter ist bereits abgedreht. Die ­Ausstrahlung ist für 2018 im Ersten ­geplant. Tendenz: Er bleibt!

Tel-Aviv-Krimi

Bereits ­abgedreht sind der dritte und vierte Film des Tel-Aviv-Krimis mit Katharina Lorenz als Kommissarin mit jüdischen Wurzeln und Samuel Finzi. „Diese Reihe bietet uns die Chance, einer Kultur ­näherzukommen, der wir durch unsere Geschichte in besonderem Maße verbunden sind“, so die Degeto. Tendenz: Er bleibt!

Dimitrios Schulze

Sieben Prozent Markt­anteil sprechen in der Fernsehwelt eine ganz eindeutige Sprache. ­Dimitrios Schulze, ein rappender Anwalt griechischer Abstammung, der von Adam Bousdoukos gespielt wurde, hat die ­Zuschauer bei seiner Premiere mordsmäßig gelangweilt und wird deswegen nicht weiter ermitteln dürfen. Klare Entscheidung. Tendenz: Er geht!

Urbino-Krimi

Der Urbino-Krimi mit Katharina Wackernagel und Hannes Jaenicke in den Hauptrollen wird ebenfalls nicht fortgesetzt. Zwei Folgen aus der italienischen Stadt wurden ausgestrahlt, sie kamen auf gut zwölf bzw. 13 Prozent Marktanteil. Offensichtlich zu wenig, um weitere Geschichten zu ­produzieren. Die Konkurrenz war zu stark.  Tendenz: Er geht!

Stefanie Thyssen

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