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Leon Windscheid (l.) grübelt über die Millionenfrage, Moderator Günther Jauch wartet auf die Antwort.

27-Jähriger gewann bei Jauch, aber ...

Wurde die Millionenfrage überhaupt richtig beantwortet?

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Köln - Leon Windscheid heißt der 14. Gewinner der RTL-Show "Wer wird Millionär". Die Millionenfrage war durchaus kniffliger, als Sie vielleicht gedacht haben. Wir klären auf.

Die Freude bei Leon Windscheid war natürlich riesengroß. Bei "Wer wird Millionär" gewann der 27-Jährige tatsächlich die Million - als erst 14. Kandidat in der 16-jährigen Geschichte des RTL-Quiz. So weit, so gut. Die Zuschauer freuten sich mit dem sympathischen Psychologen, als er in der am Montag ausgestrahlten Sendung die Millionenfrage richtig beantwortete.

Leon Windscheid (l.) grübelt über die Millionenfrage, Moderator Günther Jauch wartet auf die Antwort.

Allerdings kommen nun Zweifel auf. Lief das alles richtig ab? In den Fokus gerät die Millionenfrage. Diese lautete: "Aus insgesamt wie vielen Steinchen besteht der klassische von Ernö Rubik erfundene Zauberwürfel?" Die Antwort-Möglichkeiten: A) 22, B) 24, C) 26, D) 28. Nach langem Überlegen sagte Leon 26 - und lag damit laut RTL goldrichtig. Und auch Wikipedia gibt dem 27-Jährigen recht. Dort steht: "Der Zauberwürfel hat insgesamt 26 Einzelsteine". Diese werden als sechs Mittelsteine, zwölf Kantensteine und acht Ecksteine benannt.

"Wer wird Millionär": Sind es Gelenkplatten oder Würfel?

Aber: Ist das wirklich die richtige Antwort auf die Frage, die Günther Jauch stellte? Der Moderator sagte wiederholt zur Erklärung der Frage: "Steine heißt, für meine Begriffe, Würfel. Die kleinen ..." Aber jeder, der den Zauberwürfel schon einmal auseinandergenommen hat, erkennt: Die "Steine" in der Mitte sind eigentlich keine Würfel, sondern am Achsenkreuz befestigte Gelenkplatten.

So gesehen müssten diese sechs Würfel/Platten abgezogen werden. Demnach wäre die richtige Antwort 20 - und die war gar nicht dabei! Jauch ergänzte: "Ich kann ihnen versichern, in dieser Frage lauert keine Falle." Ganz stimmte das aber nicht. Nimmt man es ganz genau, darf man zumindest daran zweifeln.

"Wer wird Millionär": Über die Grundannahme lässt sich streiten

Fakt ist: Sieht man die sechs Platten am Achsenkreuz als Steine, war Leons Antwort "26" korrekt. Ordnet man sie aber als Gelenkplatten ein, so wäre die richtige Antwort 20 gewesen und die war als Lösungsmöglichkeit gar nicht vorhanden. Somit wäre die Millionenfrage nicht lösbar gewesen.

Aber zur Verteidigung der "Wer wird Millionär"-Macher und Günther Jauch: Die Millionenfrage wurde angesichts der gestellten Antwortmöglichkeiten von Leon richtig beantwortet. Lediglich über die Grundannahme zur Fragestellung lässt sich streiten.

Übrigens: Das offizielle Patent "HU-170062" des Zauberwürfels vom 30.01.1975 ist hier zu finden (auf ungarisch).

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