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WWM-Kandidat Christoph Harasim (26) verärgerte am Montagabend die Fernsehzuschauer mehrfach. Es folgte ein Twitter-Shitstorm.

Bier-Tattoo und falsche Aussprache

„Wer wird Millionär?“: Kandidat nervt und verärgert das Publikum

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Köln - Das Internet ist mitleidlos. Und seine Nutzer noch viel mehr. Mit seinem Auftritt bei „Wer wird Millionär?“ am Montagabend hat sich Kandidat Christoph Harasim definitiv keine Freunde gemacht. 

Zugegeben, das anspruchsvolle RTL-Publikum zufriedenzustellen, ist nicht leicht. Das dürfte auch Christoph Harasim (26), Ex-Student und Supermarkt-Azubi, merken, falls er an diesem Dienstagmorgen das Social Network Twitter nach dem Hashtag „#wwm“ durchsucht. Der 26-Jährige schaffte es am Montagabend auf den begehrten Ratestuhl von Günther Jauch - und machte sich mit seinem anschließenden Auftritt keine Freunde unter den Zuschauern.

Gründe dafür gab es einige. Zum einen fanden die Zuschauer, dass Jauch und Harasim definitiv zu viel Smalltalk miteinander hielten, was das ungnädige Publikum schnell als Zeitschinderei abstempelte. Zugegeben, bei 60 Minuten Sendung (von der noch mal gut zehn bis 15 Minuten Werbung abgehen) bleibt nicht mehr viel Zeit zum Mitraten, wenn der Moderator mehr am Privatleben des Kandidaten interessiert ist - und dieser auch bereitwillig davon erzählt.

Dabei machte er sich auch noch damit unbeliebt, dass er das beliebte Kürzel „etc.“ (für et cetera) als „e te ze“ aussprach. In den Augen der Zuschauer ein schlimmes Vergehen, wie auf Twitter deutlich wurde.

Nachdem Harasim sich derart die Gunst des Fernsehpublikums verspielt hatte, konnte es eigentlich nur noch schlimmer werden. Und tatsächlich: Auf die Frage von Moderator Jauch, was er mit seinem Gewinn gerne machen würde, antwortete der Azubi: „Ich lasse mir das Hansa-Pils-Logo tätowieren.“Der Schock-Moment des Abends!

Für alle, die keine Ahnung haben: Hansa-Pils ist ein Bier der Marke Dortmunder Hansa und traditionellerweise in der Punk- und Skinheadszene sehr beliebt. Tatsächlich erklärte Harasim auf das ungläubige Nachfragen Jauchs (“Wie viel hat Ihnen Hansa Pils dafür gezahlt?"), dass er in einer sehr alternativen Punk-Rock-Szene unterwegs sei. Das Logo-Tattoo habe also „Lifestyle-Gründe“. Herrlich! Da schlug sogar die Mutter des Kandidaten die Hände überm Kopf zusammen.

Trotz allen Geredes und der Tattoo-Diskussion gelangte Harasim schließlich bis zur 32.000 Euro-Frage, an der er letztlich scheiterte und mit einem Gewinn von 16.000 Euro das Studio verlassen durfte. Davon könnte er sich nun ein Hansa-Pils-Logo über den kompletten Rücken tätowieren lassen oder eine lange Reise unternehmen, in ein Land, in dem es kein Twitter gibt. Oder aber er kauft sich 26.666 Dosen Hansa-Pils. Denn, so gab Christoph Harasim Moderator Günther Jauch zum Abschied noch den kleinen Tipp: „Herr Jauch, Hansa-Pils, 60 Cent am Kiosk in der Essener Innenstadt. Ist machbar für Sie.“

Katharina Haase

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