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Kandidat Ulrich Kurt Rudolf Kögl musste in der Sendung am Montagabend einiges mitmachen.

Ein Handy machte Jauch verrückt

„Wer wird Millionär?“: Montagssendung voller Pannen

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Berlin - Wie bei „Verstehen Sie Spaß“ musste sich Günther Gauch am Montagabend in seiner Sendung „Wer wird Millionär?“ gefühlt haben. Denn seine Mitarbeiter riefen mehrmals bei dem Quizmaster an.

Maximal vier Joker können die Kandidaten in der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ ausspielen: Einer davon ist der Telefonjoker. 

Kandidat und Musiklehrer Ulrich Kurt Rudolf Kögl aus Herborn wollte ihn für die 8000 Euro Frage am Montagabend einlösen, wie die BILD berichtet.

Der Kandidat aus Hessen scheiterte an dieser Frage:

Was ist das Besondere bei den Medaillen der Paralympischen Spiele von Rio?

  • a) rasseln beim Schütteln
  • b) bestehen aus Glas
  • c) Durchmesser 20 cm
  • d) wechseln bei Hitze die Farbe

Panne 1: Kandidat erreichte seinen Joker nicht: Das Studio-Telefon war schuld

Doch damit hatten der Kandidat und Jauch nicht gerechnet: Das Studio-Telefon funktionierte nicht.

Der Musiklehrer wollte einen Bekannten anrufen, der vor sechs Jahren selbst einmal 125.000 Euro in der Quizshow von Günther Jauch (60) abgeräumt hatte.

Ja ist er denn daheim?“, fragte Jauch irritiert, als sich keiner am Telefon meldete. Darauf ertönte die Stimme des Aufnahmeleiters und sagte, dass das Studio-Telefon gerade nicht funktioniere.

Aber Jauch ist nicht ohne Grund der bekannteste Quizmaster Deutschlands: Er ist ein Profi und schlug kurzerhand vor: „Sonst ruf ich ihn vom Handy aus an und halte das ans Mikrofon.“

Wenigstens das klappte in der Pannensendung von „Wer wird Millionär?“: Moderator Jauch bekam das Studio-Telefon von seinem Mitarbeiter Franz. Mit dem Behelfs-Handy erreichte Jauch dann den Telefonjoker. 

Jauch witzelte: „Das Tollste ist: Wir machen hier Steinzeit-Fernsehen. Sie werden gerade nicht über Telefon groß eingespielt. Ich hab jetzt ein kleines Handy hier, und versuche, dass wir Sie über mein kleines Bord-Mikrofon alle hören.“

Doch bei der Quizfrage über die Paralympischen Spiele konnte auch der Telefonjoker nicht weiterhelfen. Kögl nahm dazu den 50:50 Joker und entschied sich für A - die richtige Antwort.

Aber die Pannenserie bei Günther Jauch ging weiter.

Panne 2: Mitarbeiter Ronny ruft Jauch an

Mitten im Gespräch mit seinem Kandidaten klingelte Jauchs Aushilfstelefon ein weiteres Mal. Der Quizmaster sagte genervt: „Jetzt ruft mich einer auf dem Handy hier an. Kinder, habt ihr einen Vollvogel?“ Dann ging der Moderator trotzdem ran.

Mitarbeiter Ronny war am Telefon und verkündete freudig, dass er die Röhre in Jauchs Garderobe gewechselt habe. Jauch antwortete scherzhaft: „Achso, weil das auch nicht funktionierte da oben...“

Panne 3: Ronny kann es nicht lassen und ruft den Chef nochmal an

Als wäre ein Anruf bei der Aufzeichnung der Sendung „Wer wird Millionär“ nicht genug, versuchte es Mitarbeiter Ronny ein zweites Mal.  „Ich wollte eigentlich den Franz haben“, entschuldigte er sich.

Jauch blieb cool und antwortete, dass der Franz im ersten Stock sitze: „Aber das Wichtigste ist, dass meine Röhre in der Garderobe wieder geht.“ 

Der Quizmaster stellte fest: „Ich sollte jetzt immer ein Handy mit in die Sendung nehmen. Man ist ja sonst vom Leben voll abgeschnitten.“

Panne 4: Die Empfangsdame hat ein großes Mitteilungsbedürfnis

Das Aushilfs-Telefon stand bei „Wer wird Millionär?“ am Montagabend nicht still. 

Ein dritter Anruf von Jauchs Studio-Mitarbeitern: Dieses Mal war es eine Dame vom Empfang. Auch sie hatte ein großes Mitteilungsbedürfnis. „Ich wollte das Licht unter dem Glasdach anmachen und nur dem Herrn Konrad Bescheid sagen", kicherte sie. 

Die Empfangsdame wollte den unentbehrlichen Mitarbeiter in der Quizsendung, Franz, anrufen. Jauch sagte zu ihr: „Machen Sie gern das Licht an. Ich richt's dem Franz aus.“

Dann kam die überraschende Nachricht auf dem Monitor von Jauch: Der Aufnahmeleiter werde das Telefon sofort abholen. Davon war der Moderator aber gar nicht so erfreut. „Wozu? Wozu?“, fragte er: „Ist doch eigentlich eine billige Sendungsidee: Man setzt sich mit dem Handy in die Show und wartet, wer anruft.“

Für den Musiklehrer Ulrich Kurt Rudolf Kögl war derweil Schluss auf dem Kandidatenstuhl von „Wer wird Millionär?“. Er scheiterte an der 16.000 Euro-Frage und musste mit nur 500 Euro nach Hause gehen.

Panne 5: Franz ist selbst dran

Obwohl ein anderer Kandidat gegenüber Jauch Platz nahm, ging das Spiel mit dem Telefon weiter. 

Als der zweite Quiz-Spieler Sascha Vespermann (27) dran war, klingelte das Telefon zum vierten Mal. Und dieses Mal war Mitarbeiter Franz selbst dran.

Kurz vor Ende der Sendung bedankte sich Moderator Günther Jauch bei ihm: "Dein Telefon hat uns sehr gute Dienste geleistet", lobte Jauch den Mitarbeiter Franz, berichtet T-Online. "Ein großer Dank, dass bei mir die defekte Röhre gewechselt worden ist, dass wir mit deinem Telefon weiterkommen, dass nur einige Lampen im Studio ausfallen und dass vorne am Empfang die Beleuchtung einwandfrei funktioniert. Was würden wir ohne dich machen!?" 

Zumindest Jauch konnte die Pannen in der Quiz-Show mit Humor nehmen. So reagierten die Twitter-User:

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