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ZDF-Chef Thomas Bellut.

Interview vor "Wetten, dass..?"-Finale 

ZDF-Chef Bellut: "Lanz war kein Fehler"

Nürnberg -ZDF-Intendant Thomas Bellut hat sich vor der letzten "Wetten, dass..?"-Show den unbequemen Fragen der "Bild am Sonntag" gestellt. Er verteidigt Moderator Markus Lanz.

ZDF-Chef Thomas Bellut hat der Bild am Sonntag (BamS) vor der Finalsendung von "Wetten, dass..?" ein Interview gegeben. Darin antwortet er auf die Frage, ob er die Entscheidung für Markus Lanz als Nachfolger von Thomas Gottschalk im Nachhinein für falsch hält. Und ob sich das ZDF nur deshalb für Lanz entschieden hatte, weil alle anderen sagten: Nein, ich möchte nicht.

Der 59-Jährige stellt klar: "Es gab eine einzige Absage, und die kam von Hape Kerkeling. Alle anderen öffentlichen Absagen erfolgten, ohne dass es eine klare Anfrage gegeben hätte." Er sehe es auch nicht als Fehler, Lanz als "Wetten, dass..?"-Moderator bestimmt zu haben: "Nach Thomas Gottschalk hätte es jeder schwer gehabt." Bellut versicherte gegenüber der BamS, dass der Sender Lanz keine Abfindung wegen frühzeitiger Vertragsauflösung zahlen werde.

Shitstorms beeinflussten Entscheidung, "Wetten, dass..?" abzusetzen

Der Sender-Chef gibt zu, dass die Anfeindungen, denen Lanz in sozialen Netzwerken ausgesetzt war, auch die Entscheidung beeinflusst hätten, die Show nach 215 Folgen abzusetzen. Gleichzeitig hätte das ZDF einsehen müssen: "Die Zeiten und die Sehgewohnheiten haben sich verändert. Das müssen wir respektieren."

Eine Alternative zu "Wetten, dass..?" nennt Bellut nicht, das ZDF werde aber mehrere Shows testen. Zum Beispiel "Das Spiel beginnt" mit Johannes B. Kerner. Zufrieden sei er jedenfalls mit den vier Samstagabendkrimi-Reihen.

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