Will wird die neue Christiansen

ARD: - "Tagesthemen"-Moderatorin Anne Will (40) wird ab September als Nachfolgerin von Sabine Christiansen (49) die politische ARD-Talkshow am Sonntagabend moderieren. Das beschlossen die Intendanten der ARD-Sender am Montag bei ihrer Sitzung in Frankfurt am Main einmütig. Einzelheiten sollen heute genannt werden.

Wie die ARD weiter mitteilte, erhält auch WDR-Moderator Frank Plasberg (49), der ebenfalls für die Christiansen-Nachfolge im Gespräch war, ab 2008 einen eigenen Sendeplatz im Ersten. Details stehen noch nicht fest, Vorschläge für ein Format sollen die Programmdirektoren entwickeln. Die Intendanten waren sich jedoch einig, dass Plasbergs Sendung mindestens 60 Minuten lang sein soll und an einem Wochentag in der Zeit von Dienstag bis Freitag im Zeitraum nach der "Tagesschau" und vor den "Tagesthemen" gesendet werden soll.

"Das ist eine tolle Chance und ein großer Vertrauensbeweis", sagte Will, die voraussichtlich bis zum Sommer die "Tagesthemen" aufgeben wird. "Bis zum Sendebeginn im Spätsommer bleibt noch ausreichend Zeit, um mich vorzubereiten und am Konzept zu feilen. Ziel sei es, "eine aktuelle, gesellschaftspolitische Gesprächsrunde anzubieten, die Themen aufgreift, aber auch eigene Themen setzt." Ein Nachfolger für Will steht laut ARD aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke noch nicht fest. Zuletzt war Wills Vorgängerin Gabi Bauer noch als neue "Tagesthemen"-Moderatorin gehandelt worden.

Sabine Christiansen sagte, sie schätze Will als kompetente Kollegin: "Ich wünsche ihr für die neue Herausforderung alles Gute. Besonders freut mich auch, dass eine Frau das Rennen gemacht hat." Nach der Absage von Günther Jauch hatte die ARD in den eigenen Reihen nach einer neuen Lösung für den Sonntagabendtermin gesucht, der künftig nicht mehr wie bisher der Unterhaltung, sondern den Chefredakteuren zugeordnet wird. Neben der vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) favorisierten Will und Plasberg, dem Wunschkandidaten des Westdeutschen Rundfunks (WDR), war bis zuletzt auch Sandra Maischberger im Rennen. Der scheidende WDR-Intendant Fritz Pleitgen hatte zuletzt Kompromissbereitschaft signalisiert: "Da rasen keine zwei Züge aufeinander zu."

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