"Wir haben unser Bestes gegeben"

- Nach Minuten der Anspannung war die Überraschung perfekt. Wayne Carpendale sank in den Armen seiner Tanzlehrerin Isabel Edvardsson fassungslos auf die Knie. Obwohl die Jury der RTL-Show "Let's Dance" die Gegner, Schauspielerkollegin Wolke Hegenbarth mit Tanzlehrer Oliver Seefeldt, vorne gesehen hatte, wählte das Fernsehpublikum - rund sieben Millionen Zuschauer saßen vor den Bildschirmen - den 29-jährigen Schauspieler zum "Dancing Star". Sekunden später sprang Wayne auf, ballte überglücklich die Faust und zog seine Lebensgefährtin Yvonne Catterfeld zu einem Siegestanz auf die Bühne.

"Wir haben unser Bestes gegeben. Aber dass es gereicht hat - wer hätte das gedacht? Ich hatte die Zeit meines Lebens", sagte der 29-Jährige nach dem Finale am Sonntag in Köln. "Er hat heute alles aus sich rausgelassen", freute sich Catterfeld mit ihm. Über die Spekulationen, dass sich Wayne und seine Tanzlehrerin Isabel sehr nahe gekommen sein sollen, lachte sie nur und sagte: "Diese Gerüchte haben sich nie auf uns übertragen. Ich habe ihm sogar gesagt, er soll mich eifersüchtig machen."

Vater Howard Carpendale war eigens aus den USA angereist. "Mit dieser Tortur ist nicht zu spaßen. Das war eine sportliche Höchstleistung", lobte er seinen Sohn. Für den Sieg musste das Finalpaar einen Quickstep, einen Jive, einen Wiener Walzer und ein Freestyle aufs Parkett legen. Wolke Hegenbarth tanzte Slowfox, Samba, Wiener Walzer und Freestyle.

Ein Wiedersehen gab es beim Finale auch mit den ausgeschiedenen Tanzpaaren der achtteiligen Show. Darunter auch Schleswig-Holsteins Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis, die mit ihrem Auftritt für viel Wirbel gesorgt hatte und harte Kritik sowohl von der Jury als auch von manchen Medien einstecken musste. Trotzdem wurde die Deutschlandchefin des Kinderhilfswerks Unicef immer wieder zum Publikumsliebling gewählt. Vor zwei Wochen zwangen sie dann gesundheitliche Gründe zum vorzeitigen Ausstieg. Einen letzten Tanz wagte sie im Gegensatz zu den anderen Ex-Kandidaten nicht. Auf die Frage von Moderator Hape Kerkeling nach ihrem Gesundheitszustand antwortete sie: "Ich lebe noch." Simonis hat ihre Gage für die Show an das Kinderhilfswerk gespendet.

Bei der zweitplatzierten Wolke Hegenbarth war kaum Enttäuschung zu spüren: "Das Publikum ist unberechenbar. Es war ein Spiel." Trotz allem hat sie das Tanzfieber so gepackt, dass sie weiter machen will. Nur der Partner fehlt ihr noch. "Mein Ehemann kann keinen einzigen Tanzschritt", gab sie zu. Auch Moderator Kerkeling schwang zum Abschluss der Show gemeinsam mit seiner Kollegin Nazan Eckes das Tanzbein. "Für meine Füße ist Cha Cha Cha optimal. Für meinen Kopf ist es eher der langsame Walzer", war sich der Komiker sicher.

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