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„Titanic“ mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet läuft an diesem Sonntag um 20.15 Uhr auf Pro Sieben. Nun will der Konzern offenbar schrittweise ins Bezahlfernsehen einsteigen. Das könnte bedeuten, dass etwa Hollywood-Filme nur noch gegen eine Gebühr zu empfangen sind.

Wird Privatfernsehen bald verschlüsselt?

Pro Sieben-Sat.1 sucht Wege aus der Schuldenfalle.

Die Entscheidung würde die TV-Landschaft durcheinanderwirbeln: Bei der privaten Sendergruppe um Pro Sieben und Sat.1 denkt man darüber nach, die Zuschauer zur Kasse zu bitten – wie, ist noch unklar.

Der Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling erklärte: „Wir müssen den Mut haben, mit dem Verbraucher in den Dialog zu gehen und zu fragen: ,Was bist Du bereit zu zahlen?‘“

Bis zum Jahr 2014 wolle das Unternehmen rund 30 Prozent seiner Einnahmen jenseits von Werbung erzielen (bislang sind es 15 Prozent). Allerdings sei dies nur in kleinen Schritten zu schaffen, sagte Ebeling. Ein Sprecher stellte zudem klar, es gehe nicht darum, die Sender von heute auf morgen oder in absehbarer Zeit auf ein Bezahl-Modell umzustellen.

Pro Sieben-Sat.1 sitzt wegen der Übernahme einer skandinavischen Senderkette im Jahr 2007 noch auf Schulden von mehr als 3,4 Milliarden Euro. 2008 war der Umsatz des Unternehmens mit den Sendern Pro Sieben, Sat.1, Kabel 1 und N 24 auf 3,05 Milliarden Euro gesunken – ein Verlust von 129,1 Millionen Euro.

Für 2009 geht man im Konzern von einem Einbruch des Werbemarkts um 15 Prozent und um weitere drei Prozent im Jahr 2010 aus. Bislang ist die deutsche TV-Landschaft klar aufgeteilt: Die öffentlich-rechtlichen Sender finanzieren sich über die Rundfunkgebühr. Privatsender sind werbefinanziert. Reine Bezahlsender wie Sky (einst: Premiere) spielen – im Gegensatz etwa zu den USA – kaum eine Rolle.

Michael Schleicher

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