Wissensduell um die Zuschauergunst

München - Beide sind Quotenkönige ihrer Sender, beide müssen ihren Ruf an diesem Samstag verteidigen: Jörg Pilawa konfrontiert Erwachsene in der ARD-Show "Frag doch mal die Maus" mit Fragen von Kindern, und Günther Jauch quält gleichzeitig um 20.15 Uhr in "6! Setzen" auf RTL Erwachsene mit Grundschul-Stoff.

Ist das ein bewusstes Duell der beiden Sender? "Wir leben im Zeitalter der Konkurrenz", erklärt Armin Maiwald, der zu den "Maus"-Erfindern gehört. "Daher liegt der Gedanke nicht allzu fern." Für Pilawa ist es bereits der vierte Auftritt mit seiner Sendung "Frag doch mal die Maus". Nach Maiwalds Angaben bedient sich die Redaktion für das Format aus einem Fundus von 75 000 Fragen, die die Kinder in einem groß angelegten Aufruf vor etwa zwei Jahren an den Westdeutschen Rundfunk sandten.

Und es kommen ständig neue hinzu: "Vor besondere Anforderungen stellen uns Themen wie: Wie funktioniert ein Computer oder wie geht ein Handy?", sagt Maiwald. Das Thema der Samstagabendshow, die - so Maiwald - für alle zwischen drei und 99 Jahren geeignet ist, heißt "Herbst".

Typische Fragen rund um die Jahreszeit sind etwa: Warum werden die Bäume kahl? Und warum färben sich die Blätter braun? Die Erwachsenen, die sich mit dem "Kinderkram" befassen müssen, sind Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, Schauspieler Christoph Maria Herbst, Schauspieler Walter Sittler und Model-Trainer Bruce Darnell, der bald eine eigene ARD-Show erhält.

Günther Jauch lässt in "6! Setzen" wieder sechs Kinder gegen 600 Erwachsene im Studio und gegen drei prominente Mitspieler, die Komiker Karl Dall und Oliver Pocher sowie RTL-Moderatorin Nazan Eckes, antreten. Die Kinder erspielen dabei Geld für ihre Schulen, auch die Prominenten lösen ihre Aufgaben für einen guten Zweck.

Zu den Fragen, die die Viertklässler und die Erwachsenen beantworten müssen, gehören zum Beispiel: Wie viele Länder zählt die Europäische Union? Oder: Wie lauten die Possessivpronomen in der deutschen Sprache? Bei der ersten Show im September gewannen die Kinder für ihre Schulen 45 000 Euro. Die Prominenten kamen auf 25 000 Euro.

Wie schwierig Viertklässler-Fragen auch für Erwachsene sein können, weiß Jauch, der selbst Vater von vier Kindern ist, am besten: "Wenn die Kleinen Rat bei ihren Schularbeiten suchen, sind die Eltern gefordert und oft überfordert", sagt der Moderator. "Die kniffligen Rechenaufgaben eines Viertklässlers oder die neue Rechtschreibung bringen Mama und Papa ganz schön ins Schwitzen."

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