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Für den Wissenshunger zwischendurch

München - Wer sich mit Ranga Yogeshwar unterhält, fühlt sich fast auf die Schulbank zurückversetzt. Geduldig und engagiert wie ein guter Lehrer erklärt der Fernsehjournalist seinem Gesprächspartner, was ihm wichtig ist ­ und das ist derzeit seine neue Sendung im Ersten.

"Wissen vor 8" ist quasi das Magazin für den kleinen Wissenshunger zwischendurch und erklärt von heute an dienstags bis freitags in jeweils 135 Sekunden die verschiedensten Themen, über die der Zuschauer im Alltag so stolpert - vom "Rieselverhalten" des morgendlichen Müslis bis zu den kalten Füßen abends auf dem Sofa.

"Natürlich sind zwei Minuten und 15 Sekunden eine sehr kurze Zeit, und jede feinsinnige Betrachtung eines Themas benötigt weit mehr", sagt Ranga Yogeshwar über die (natur-)wissenschaftlichen Häppchen um 19.45 Uhr, also zwischen Werbung und "Tagesschau". Das bedeute aber nicht, dass das Mini-Magazin keine Arbeit mache, im Gegenteil: "Gerade die kurze Form verlangt nach großer Präzision und dennoch nach Leichtigkeit", sagt der 48-Jährige - er habe im Vorfeld ein wenig unterschätzt, wie groß der Aufwand für die neue Sendung sei.

Aber das ist letztlich kaum ein Problem für Yogeshwar, der zu den Menschen gehört, die mit schier unerschöpflicher Neugier und Energie durchs Leben gehen. Fast überflüssig zu erwähnen, dass er sich auch sozial engagiert, unter anderem für Minenopfer in Kambodscha. Yogeshwar, der mit einer Sängerin verheiratet ist und vier Kinder hat, ist der Sohn eines indischen Ingenieurs und einer Luxemburger Künstlerin, sein Nachname bedeutet frei übersetzt "Meister des Yoga". Er studierte Physik und Musik, ging 1987 als Wissenschaftsredakteur und Adlatus von Legende Jean Pütz zum Westdeutschen Rundfunk (WDR) und bringt dem Publikum seitdem in Sendungen wie "W wie Wissen" oder "Die große Show der Naturwunder" sachlich, aber zugleich locker und verständlich wissenschaftliche Themen näher. Für seine Arbeit erhielt er etliche Auszeichnungen.

Seine neue Sendung nennt Yogeshwar einen "Fernsehaugenblick für die Aufklärung", es gehe um die vielen Dinge, über die jeder täglich stolpere, ohne dass sie ihm ganz klar seien - von der Form von Papiertaschentüchern über die verschiedenen Blutgruppen bis hin zu astronomischen Phänomenen. In der ersten Ausgabe geht es um die verschiedenen Zeitzonen der Erde.

Viermal die Woche muss nun eine neue Idee für die Wissensreihe her, das klingt zunächst viel. Aber aus seiner langjährigen Erfahrung weiß Ranga Yogeshwar, dass der Themenfundus unerschöpflich ist: "Ich habe im Lauf der Jahre gelernt, dass es in allen Bereichen Wunder gibt, man muss nur genau hinschauen. Man braucht nur eine Stubenfliege unter ein Mikroskop zu legen - da tauchen Sie in eine so faszinierende Welt ein, dass Sie es sich beim nächsten Mal genau überlegen, bevor Sie eine Fliege erschlagen."

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