Von der Wüste ins Allgäu

München - Zwölf Jahre lang lebte Gerhard Konzelmann im Nahen Osten. Heute wird er 75 Jahre alt.

"Sterben lassen und sterben, davor schreckt kaum jemand zurück, der Politik macht im Nahen Osten." Besonders im Libanon erlebte Gerhard Konzelmann religiösen Fanatismus, Gewalt und Krieg. Seinen Geburtstag werde er dennoch im Oman verbringen, erzählt er beim Blick aus seinem Bauernhaus im Allgäu. Nach den prägenden Jahren in Wüstenregionen lebt er nun in einer grünen Bilderbuchlandschaft.

Als einer der ersten betonte er die aggressive Seite des Islam. Was viele erst mit dem 11. September 2001 begriffen, fing nach seiner Einschätzung mit der Flucht des Schahs von Persien 1979 an: "Die Schiiten hatten einen Sieg errungen." Das Selbstbewusstsein radikaler Muslime sei von da an gewachsen. Konzelmanns Weg in die arabische Welt begann in Stuttgart. "Ich bin in der Libanonstraße geboren." Als 24-Jähriger volontierte er beim Süddeutschen Rundfunk. Gleich zu Beginn musste er die Suezkrise 1956 kommentieren. Nach der Ermordung des ARD-Korrespondenten Walter Mechtel im Jemen 1967 wurde er gefragt, ob er den Job übernehmen wolle. Fast wie ein "Märchen aus 1001 Nacht" hätten Orientalisten den Islam lange Zeit eher verniedlicht, sagt er. Der Orientalist Gernot Rotter warf ihm jedoch vor, er schreibe ohne Quellennachweis ab und schüre durch "rassistische Berichterstattung" das Feindbild Islam. Konzelmann: Er habe einige Passagen nicht korrekt zitiert und das auch eingeräumt. Doch: "Der Islam ist nicht harmlos."

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