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 Moderatorin Dunja Hayali und Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) in Heidenau.

"Es gibt KEINE Asylschmarotzer"

ZDF-Moderation Hayali bricht Lanze für Flüchtlinge

Berlin - Dunja Hayali (41), Kind irakischer Auswanderer, hat sich für Flüchtlinge stark gemacht und gegen fremdenfeindliche Hetze gewandt.

Sie lese alles, schrieb die ZDF-Moderatorin am Samstag auf ihrer Facebookseite, auch die persönlichen Diffamierungen, Beleidigungen und Pestmails. „Was mich jedoch im Innersten erschreckt, sind die Ja-Aber-Kommentare“, fuhr sie fort. „„Ich hab ja nichts gegen Flüchtlinge, aber...“ ABER WAS???“

Seien die Menschen gemeint, „die alles hinter sich gelassen haben, Haus, Job, Leben, Würde, Zukunft... Die Flüchtlinge, die im Meer versinken, in Lastwagen ersticken, vergewaltigt werden, weil sie von uns ein Taschengeld wollten? Asylschmarotzer?“ Hayali stellt klar: „Es gibt KEINE Asylschmarotzer. Das Asylrecht ist ein Menschenrecht.“

Deutschland sei nicht unschuldig an der Situation vieler Flüchtlinge. Es gelte, die Ursachen zu bekämpfen, damit Menschen keinen Grund mehr hätten, ihre Heimat zu verlassen. Die Verzweiflung müsse groß sein, wenn man alles verkaufe und sich dann auf den Weg mache.

Hayali hatte am Donnerstag mit Bundesjustizminister Heiko Maas an einer Diskussion zum Thema „Gesicht Zeigen!“ in Heidenau teilgenommen: „Die Jugendlichen, die ich getroffen habe, sind über 4000 Kilometer gelaufen. Sie sind traumatisiert. Einige von ihnen sind vergewaltigt worden. Und was schrieb mir dazu jemand auf fb: „Das Pack will doch nur ihre Familie nachholen, kümmere dich doch lieber um die Obdachlosen, Rentner und Kinder.““

dpa

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