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„Man hat uns kaum Zeit gegeben, unsere Ideen und Konzepte zu präsentieren“: Delano Osterbrauck aus München kritisiert die ZDF-Sendung „Ich kann Kanzler“ im Interview.

Teilnehmer kritisiert ZDF-Kanzlershow

München - Bei der ZDF-Talentshow „Ich kann Kanzler“ ist Delano Osterbrauck (18) aus München gescheitert.  Im Interview mit dem Münchner Merkur sagt er: „Es ging nicht objektiv zu.“

Was überwiegt? Freude über Ihre sehr gute Platzierung – oder Enttäuschung über das Ausscheiden?
Dass ich nicht gewonnen habe, ärgert mich gar nicht. Enttäuscht bin ich aber über den Verlauf der Sendung. Ich hatte nicht den Eindruck, dass man den Kandidaten respektvoll begegnet ist. Sie wurden zum Teil richtig vorgeführt. Ich bin etwas angesäuert, dass ich mich dafür hergegeben habe.

Was hat Sie gestört?
Man hat uns kaum Zeit gegeben, unsere Ideen und Konzepte zu präsentieren. Wir hatten nur 45 Sekunden – da kann man höchstens Stichwörter aneinanderreihen. Und das wurde uns dann angekreidet als es hieß, wir würden Plattitüden von uns geben. Auch von den Juroren kam wenig Inhaltliches. Bei mir sagten sie nur, ich würde dastehen wie ein Staatssekretär. So konnten wir unser Potenzial nicht zeigen.


Empfanden Sie die Sendung als unfair?
Es ging nicht objektiv zu. Viele hatten den Eindruck, es war abgekartet. Für meine Gruppe hat die Jury zum Beispiel eine Empfehlung abgegeben, wer weiterkommen soll und wer nicht. Bei der anderen Gruppe gab es das nicht. Und natürlich beeinflusst das die Leute, wenn Günther Jauch sagt, ich solle erst im nächsten Jahr wiederkommen. Aber es geht nicht um mich. Auch andere Kandidaten wurden nicht korrekt behandelt.

Gab es auch unter den Kandidaten Streit?
Es gab nur kurz ein wenig Ärger darüber, wer zuerst auf die Bühne gehen darf. Aber Herr Walch von der CSU und ich, wir haben das geschlichtet – großkoalitionär sozusagen. Sind Sie nun entmutigt? Im Gegenteil. Ich habe gemerkt, dass ich mit meinen 18 Jahren mental recht stabil bin und mich nicht so schnell entmutigen lasse. Außerdem habe ich viele positive Reaktionen aus meiner Partei bekommen. Auch ein Bundestagsabgeordneter hat mich gelobt und mir ein Gespräch angeboten. Und als ich am Montag in die Schule kam, haben meine Mitschüler geklatscht. Ich werde jetzt erst mal mein Abitur machen, dann vielleicht Jura oder VWL studieren. Die Politik interessiert mich auf jeden Fall weiter sehr.

Interview: Johannes Patzig.

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