Zuschauerschwund bei ARD-Politmagazinen

- Die sechs ARD-Politmagazine haben 2006 weiter an Zuschauern verloren und erhalten vom Fernsehpublikum zum Teil schlechtere Noten als das vergleichbare ZDF-Format "Frontal 21". Das ist das Ergebnis einer vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Auftrag gegebenen Studie. Sie soll die Grundlage für neue Diskussionen über den Weg der ARD-Politmagazine am Montag und Donnerstag bieten.

Derzeit gibt es es ein vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) favorisiertes Modell, nach dem die Politmagazine ähnlich wie "Frontal 21" ein einheitliches Gesicht bekommen sollen, hieß es aus ARD-Kreisen. Der WDR und der Südwestrundfunk (SWR) möchten im Zuge eines neuen, im Zeichen der Information stehenden Programms am Montag die Magazinlänge der vier betreffenden Formate von 30 auf 45 Minuten erhöhen.

Die vier Magazine am Montag, "Report Mainz", "Report München", "Fakt" und "Kontraste", verloren laut Studie im Vergleich zu 2005 von 9,8 auf 9,7 Prozent Marktanteil. Die Donnerstagausgaben, "Panorama" und "Monitor", gaben von 11,7 auf 10,9 Prozent nach. "Report Mainz" hatte mit 9,5 Prozent den schlechtesten, "Panorama" mit 11,9 Prozent den besten Marktanteil.

Kritisch ist für die Magazine die Anfangszeit. Am Montag um 21.45 Uhr wandern 600\x0f000 Zuschauer zur Konkurrenz ab, am Donnerstagabend sind es sogar knapp 800\x0f000. Bei den im Zeitraum zwischen April und Juni befragten Zuschauern bewerteten 29 Prozent die Montagsmagazine und 36 Prozent die Donnerstagsmagazine als "sehr gut". Theo Kolls ZDF-Magazin "Frontal" erhielt bei zwei im gleichen Zeitraum gesendeten Ausgaben 50 und 54 Prozent "Sehr gut"-Beurteilungen.

Unter den Moderatoren, die das Publikum zu bewerten hatte, schaffte ZDF-Mann Koll die höchsten Sympathiewerte. 49 Prozent gaben ihm die Note "sehr gut". Sonia Mikich ("Monitor") erhielt diese Beurteilung von 38 Prozent. Sie wurde von einigen Zuschauern aber als "zu polemisch" eingestuft. Angela Elis ("Fakt") hielten 34 Prozent für "sehr gut". Fritz Frey ("Report Mainz") landete mit 21 Prozent ganz hinten. Seine "zu steife Art" störte viele Zuschauer.

Kühle Moderatoren, zu trockene und zu regionale Stoffe und vor allem auch Satiren, die "nicht lustig" waren, gehörten weiter zu den Kritikpunkten. Andererseits wurden den ARD-Politmagazinen Mut, Provokation, Verständlichkeit und ihre kritische Auseinandersetzung mit den Themen zugute gehalten.

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