Alle Neuerungen im Überblick

Hartz IV, Fahrplanwechsel und neue Gesetze: Diese radikalen Änderungen stehen im Dezember an

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
    schließen

Mit dem 1. Dezember treten zahlreiche Veränderungen und Neuerungen deutschlandweit in Kraft. So zum Beispiel für Bahnfahrer, Wohnungseigentümer und Hartz-IV-Empfänger.

  • Ab Dezember gelten einige Veränderungen und Neuerungen im Bundesgebiet.
  • Betroffen sind unter anderem Fahrgäste der Deutschen Bahn, Hartz-IV-Empfänger und die Immobilienbranche.
  • Eine Übersicht der Neuerungen lesen Sie bei uns.

München - Mit dem letzten Monat des Jahres 2020 gelten zahlreiche Veränderungen bei Regeln und Gesetzen sowie Neuerungen oder Erweiterungen in einigen Bereichen. Auch der aufgrund der Corona-Pandemie eingeführte Teil-Lockdown ist von Neuerungen betroffen. Wer auf was ab dem 1. Dezember achten muss, lesen Sie bei uns.

Änderungen ab Dezember 2020: Bundesregierung verlängert Teil-Lockdown auf den Wintermonat

Der von Bund und Länder im Oktober verkündete Teil-Lockdown, der ab dem 2. November in ganz Deutschland gilt, wurde verlängert. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus wurden teilweise verschärft. Der Teil-Lockdown gilt laut der Ansprache der Bundesregierung vom Mittwoch, 25. November, für den ganzen Dezember - mögliche Ausnahmen bestehen zu Weihnachten und Silvester. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gibt am Freitag, 27. November, vor dem Landtag eine Regierungserklärung ab.

Änderungen ab Dezember 2020: Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn - „Halbstundentakt“ möglich

Im Reiseverkehr gilt bei der Deutschen Bahn zur Mitte des Monats, ab 13. Dezember, ein neuer Fahrplan. Der sogenannte Winterfahrplan gilt daraufhin bis zum Juni 2021. Bestimmte Tickets kann man bereits jetzt schon erwerben, schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage. Die Änderungen sehen wie folgt aus: Durch mehr Züge im Einsatz besteht ein Halbstundentakt zwischen Hamburg und Berlin. Erstmals gibt es einen neuen Fernverkehrshalt, testweise, bei Ringsheim/Europa-Park. Außerdem verspricht die Deutsche Bahn Angebotsverbesserungen auf den Verbindungen Bonn und Berlin, München und Zürich sowie Berlin und Krakau. Man habe jedoch auch auf die Nachfrage reagiert und einige Zugverbindungen gestrichen. Laut focus.de werden die Preise im Fernverkehr um durchschnittlich ein Prozent steigen.

Änderungen ab Dezember 2020: Umbuchungsgebühren bei Flügen weiterhin größtenteils erlassen

Einige Fluggesellschaften erlassen ihren Kunden weiterhin die Umbuchungsgebühr im Dezember und Januar. Bei Ryanair gilt das weiterhin für Flüge, die ab dem 10. Juni 2020 gebucht wurden, berichtet focus.de. Änderungen müssten Passagiere jedoch spätestens sieben Tage vor Abflug bekannt geben. Und auch Lufthansa erlässt mit ihren Tochter-Fluglinien Austrian, Swiss und Brussels Airlines die Umbuchungsgebühren im Dezember. „Alle unsere Tarife und Tickets sind umbuchbar, sowohl bei Kurz-, Mittel- und Langstrecken, für bestehende als auch für Neubuchungen“, vermeldet Lufthansa auf der Webseite.

Änderungen ab Dezember 2020: Höhere Leistungen für Hartz-IV-Empfänger im Jahr 2021

Hartz-IV-Empfänger erhalten höhere Regelleistungen im Jahr 2021. Doch aufgepasst: Diese werden schon im Dezember 2020 überwiesen, berichtet focus.de. Die Leistungen steigen demnach wie folgt: Um 14 Euro wird der ALG II-Eckregelsatz (Single-Haushalt) auf 446 Euro erhöht. Jugendliche in einer Bedarfsgemeinschaft erhalten 45 Euro mehr (373 Euro). Kinder bis zum fünften Lebensjahr bekommen ab dem neuen Jahr 33 Euro mehr und somit monatlich 283 Euro. Des Weiteren sollen Paare oder Ehegatten ab 2021 401 erhalten. Junge Erwachsene (bis 25 Jahre), die noch bei den Eltern leben, erhalten ein Plus von 12 Euro. Die Leistungen für Kinder zwischen 6 bis 13 Jahren erhöhen sich weniger stark - um einen Euro monatlich.

Änderungen ab Dezember 2020: Mehr Transparenz beim Immobilienkauf

Auch in der Immobilienbranche gibt es zahlreiche Veränderungen ab dem 1. Dezember 2020. Das gilt sowohl für Hausbesitzer als auch für Wohnungseigentümer und Interessenten. Zum einen ändert sich beim Immobilienkauf die Zahlung der Maklerprovision.

Bisher haben die Käufer einer Immobilie die Maklerprovision zu 100 Prozent selbst getragen. Ab dem 23. Dezember 2020 wird sich das ändern. „Die vom Käufer zu zahlenden Kosten sollen nur noch maximal 50 Prozent des gesamten Maklerlohns betragen“, meldet die Bundesregierung online. Außerdem soll der Käufer einer Immobilie zukünftig nur noch dann verpflichtet sein, seinen Anteil an der Provision zu zahlen, wenn der Verkäufer dies bereits getan hat. Die bundesweite Regelung soll der Bundesregierung zufolge den Immobilienkauf rechtssicherer und transparenter machen.

Änderungen ab Dezember 2020: Neues Gesetz für Wohnungseigentümer - altes Gesetz stammt noch von 1951

Bei Wohnungen heißt es ab dem 1. Dezember 2020: Das überarbeitete Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) tritt in Kraft. „Das Wohnungseigentumsgesetz stammt aus dem Jahr 1951. Mit dem [...] vom Kabinett beschlossen Gesetzesentwurf soll es an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst werden“, so die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht. Bauliche Maßnahmen, zum Beispiel zur energetischen Sanierung, sollen vereinfacht werden. Wohnungseigentümer und auch Mieter erhalten laut Bundesregierung einen Rechtsanspruch auf den Einbau einer Ladeeinrichtung für ein Elektrofahrzeug. Obendrauf kann „jeder Wohnungseigentümer einen Glasfaserschluss mit hoher Kapazität verlangen.“

Rubriklistenbild: © picture alliance/Oliver Berg/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare