Eine Selbsttestpackung wird in einen Einkaufswagen gelegt.
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Aldi will wohl bald wieder Selbsttests anbieten.

Aldi, Lidl, dm, Rossmann und Co.

Aldi: Corona-Selbsttests für Zuhause ab Montag wieder erhältlich - doch Discounter warnt schon

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
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Die Corona-Selbsttests erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Nachfrage ist immens, die Handelsriesen können mit ihrem Angebot nicht mithalten. Nun stockt Aldi auf.

Update vom 19. März: Vor etwa zwei Wochen startete Aldi mit dem Verkauf von Corona-Schnelltests für zu Hause. Doch die beliebte Ware war sofort vergriffen. Nur Minuten nach der Öffnung der Märkte waren die meisten Testpackungen bereits ausverkauft. Für Montag (22.3) kündigte Aldi nun Nachschub an. Bundesweit soll es bei Aldi Nord und Süd ab Montag Tests von drei verschiedenen Herstellern geben, so Informationen des focus.

Bei den Tests handelt es sich um die Art, bei denen der Abstrich im vorderen Nasenbereich durchgeführt wird. Das Ergebnis liegt nach 15 bis 20 Minuten vor. Diese Schnelltests wird es ab Montag geben:

  • Aesku.Rapid SARS CoV-2 Selbsttest, 5er Packung, 24,99 EUR 
  • Boson Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test, 1er Packung, 4,95 EUR 
  • Hotgen Novel Coronavirus (2019-nCoV) Antigentest, 1er Packung, 4,95 EUR

„Die Tests sind an der Kasse erhältlich“, teilte der Supermarkt mit. „Im Falle einer erhöhten Nachfrage behalten wir uns vor, die Abgabemenge pro Kunde zu begrenzen.“ Auch eine kurzfristige Knappheit der Tests sei wieder möglich, gibt der Supermarkt an. Jedoch erhalten „die Märkte kontinuierlich neue Ware.“ Zudem soll es die Selbsttests laut Informationen von focus auch erstmals online auf dem Portal „Aldi Liefert“ geben. Das Angebot der 20er Packungen der Marke Hotgen sei ebenfalls für nächste Woche geplant.

Corona-Selbsttests bei immer mehr Supermärkten und Drogerien: Dennoch sind sie Mangelware

Erstmeldung vom 18. März: München - Anfang März sorgte der Discounter Aldi für Schlagzeilen. In einer Pressemitteilung gab der Konzern bekannt, Corona-Selbsttests in sein Sortiment aufzunehmen. Die Überraschung war gelungen, Aldi kam Mitbewerbern wie dm und Lidl zuvor, selbst die Bundesregierung war langsamer. Obwohl der Discounter die Abgabemenge begrenzt, sind die Selbsttests Mangelware, sodass viele Kunden die Filialen ohne die Tests verließen. Inzwischen bieten auch Lidl, dm, Rossmann und Müller die Tests an. Doch auch diese Handelshäuser sind mit der Nachfrage überfordert.

Corona-Selbsttests „demnächst bestellbar“ - Nachfrage nach Tests größer als das Angebot

Besonders vor den Osterfeiertagen - wenn Familienbesuche anstehen - dürfte die Nachfrage nach den Corona-Selbsttests steigen. Doch wer auf den Internetseiten von Lidl, dm und Rossmann einen Test kaufen will, wird vertröstet. Bei dm etwa seien die Tests „momentan online nicht verfügbar“, bei Lidl „demnächst bestellbar“. Auch bei den Mitbewerbern sind die Lager wohl leer, jedenfalls gibt es sie nicht zu kaufen. Der Andrang ist so groß, dass Aldi den „stillen Verkauf“ in den Filialen einführte. Kunden müssen also aktiv an der Kassen nach den Testkits fragen. Doch auch danach sind Angebotslücken nicht ausgeschlossen.

Nur eine Drogeriekette scheint derzeit Test-Sets an Kunden zu verschicken: Müller. Wie lange das Angebot bei der hohen Nachfrage aufrechterhalten werden kann, bleibt abzuwarten.

Zuletzt machte Dirk Roßmann, Seniorchef der Firma Rossmann, Hoffnung auf ein größeres Test-Angebot. „Für die nächsten Wochen haben wir viele Zusagen von Lieferanten“, stellt er gegenüber der dpa klar. „Ich kann noch nicht genau sagen, ob wir wirklich all diese Ware bekommen - gehe aber davon aus, dass es reichlich sein wird“, so der Unternehmer. Zuletzt musste dm die Erwartungen an einen flächendeckenden Verkauf in den 2040 Filialen dämpfen. Die gelieferte Menge reiche nicht aus, heißt es in einem Pressestatement. Der Drogeriemarkt kündigte an, die Tests zunächst ausschließlich im Online-Shop zu verkaufen, doch die Drogeriekette kann die Nachfrage nicht bedienen. Die Test-Sets bleiben Mangelware.

Corona-Selbsttests werden in Apotheken angeboten

Doch nicht nur Drogerie- und Supermarktketten arbeiten an einem flächendeckenden Angebot für die Selbsttests. Nach chip.de-Informationen bieten Apotheken die Tests an. Für die Kits müssen Kunden zwischen zehn und 20 Euro ausgeben. Die Selbsttests gibt es auch in Online-Apotheken wie Aponeo und vielen mehr zu kaufen. Wie chip.de schreibt, rechnen Lidl, Kaufland, Aldi, Rossmann und dm in den nächsten zehn Tagen mit größeren Mengen. Dann sollten für die meisten Kunden die Kits verfügbar sein.

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