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Teurer Einkauf: Massiver Preissprung zum 1. April - nicht nur Aldi legt ab jetzt Kosten auf Kunden um

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Von: Anna Lorenz

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Kein Aprilscherz: Einkaufen bei Aldi ist ab heute deutlich teurer. Der Discounter zieht wegen des Kriegs in der Ukraine die Preise drastisch an - Folgen bald auch Lidl, Penny, Rewe und Co.?

München - „Wenigstens mein Gehalt bleibt gleich - für ein bisschen Sicherheit“. Dieses makabere Sprichwort kommt einem in den Sinn, wenn man ab heute (01.04.2022) hierzulande zum Einkaufen geht. Aldi, sowohl Nord, wie auch Süd, zieht zum Monatsbeginn die Preise an - und zwar drastisch. Inwiefern diesem Beispiel andere Discounter, Supermärkte und auch Drogerien folgen, lesen Sie hier.

April: Einkaufen wird deutlich teurer - Händler legen massive Mehrkosten auf Kunden um

Nicht nur Aldi, auch andere Händler ziehen, wie chip.de berichtet, spürbar an der Preisschraube: So gab es auch Erhöhungen bei Lidl, Penny und Netto. Doch nicht nur Discounter verlangen für ihre Produkte nun deutlich mehr - auch Supermärkte wie Kaufland, Rewe und Edeka haben die Preisschilder vieler Waren zu Ungunsten der Kunden ausgewechselt.

Die Kostensteigerung bezieht sich sowohl auf Lebensmittel, als auch auf Non-Food-Artikel. So verteuert beispielsweise Aldi auch die Rasierklingen der Eigenmarke OMBIA um zehn Cent - grundsätzlich nur kleine Preissteigerungen, wer aber eine Quote von plus fünf Prozent auf seinen gesamten Einkauf umrechnet, merkt, dass man künftig deutlich tiefer in den Geldbeutel langen muss. Wer bisher die laut der Plattform futureplan.de durchschnittlich zugrundezulegenden 50 Euro pro Person und Woche eingeplant hat, für den könnte es eng werden. Auch Rossmann und dm erheben Preisaufschläge auf ihre Waren und so gilt: Etliches wird teurer.

Teurer Einkauf: Aldi und Co. legen Mehrkosten auf die Preise um - Das ist der Grund der massiven Verteuerung

Hintergrund der Preissteigerungen bei Aldi, Lidl, Rewe und vielen weiteren Handelsketten in der Bundesrepublik sind enorm erhöhte Kosten - aufgrund des Ukraine-Kriegs. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V., besser bekannt als ifo-Institut, gab nun bekannt, dass bis Juli 2022 diverse Unternehmen einer internen Umfrage zufolge eine Preissteigerung beabsichtigten - diese beträfe vor allem Waren im Konsumbereich. Das Wirtschaftsforschungsinstitut rechnet mit einer Inflationsrate von 6,1 Prozent, das Statistische Bundesamt prognostiziert sogar den Rekordstand von 7,3 Prozent - was auch die Politik hierzulande zunehmend beunruhigt.

Der Krieg in der Ukraine führt jedoch nicht nur zu Ausfällen hinsichtlich des Weizenexports und großen Problemen in den, teilweise weltumspannenden Lieferketten, vor allem sind auch die ohnehin schon hohen Energiepreise seit dem Kriegsbeginn drastisch gestiegen. Offizielle Zahlen des BA weisen im Vergleich zu Februar 2022 eine Plus von knapp 40 Prozent aus, das man in Deutschland mehr für Haushaltsenergie und Sprit berappen musste - trotz des ein oder anderen, gelungenen Spartipps.

Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Unternehmen machen sich große Sorgen um steigende Kosten

Und unter dieser Verteuerung, die das ifo-Institut als Vorbotin einer Stagflation bewertet, leiden auch die Händler. „Bei langanhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreisen, möglicherweise sogar Unterbrechungen der Energieversorgung“ so Carsten Brzeski, Chefsvolkswirt der ING für Deutschland und Österreich, „wird eine stark von Energieimporten abhängige exportorientierte Wirtschaft leiden“. Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mitteilte, hätten tatsächlich bereits 90 Prozent der befragten 3.700 Unternehmen große Sorgen wegen der extremen Erhöhung hinsichtlich der notwendigen Kosten geäußert.

Insofern bleibt nicht nur humanitär betrachtet zu hoffen, dass sich im Ukraine-Krieg bald ein Ende abzeichnet - die neueste Entwicklung um ein angegriffenes Öl-Lager wird sich, wirtschaftlich betrachtet, auf den Weltmarkt voraussichtlich nicht positiv auswirken.

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