Aushang zeigt in Aldi-Filiale, dass Corona-Selbsttests nicht verfügbar sind
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Corona-Selbsttests waren vielerorts schnell vergriffen (Symbolbild)

Corona-Tests innerhalb kürzester Zeit vergriffen

Aldi, dm und Co.: Chaos um Corona-Selbsttests - Wie kommen Verbraucher:innen jetzt an das begehrte Produkt?

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
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Corona-Selbsttests gehören zurzeit zu den gefragtesten Artikeln in Deutschland. Die Handelsriesen versäumen es jedoch, mit der Nachfrage Schritt zu halten. Leere Regale sind die Folge.

München - Sie sind ein zentraler Baustein gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Selbsttests gehören neben der Impfkampagne zu den wichtigsten Corona-Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen und so eine Rückkehr zur „Normalität“ zu gewährleisten. Der Discounter-Riese Aldi preschte Anfang des Monats vor, indem er die Corona-Selbsttests noch vor den Mitbewerbern anbot. Die Ernüchterung folgte wenig später. Nur ein Bruchteil der nachgefragten Tests konnten wirklich verkauft werden. Der Andrang war zu groß, die Selbsttests schnell vergriffen. Kunden brauchen also einen einen langen Atem und etwas Glück, um an die begehrten Tests zu gelangen.

dm: Corona-Selbsttests reichen nicht aus, um Filialen „angemessen zu versorgen“

Die Drogerie-Kette dm kündigte an, ab 9. März die Corona-Selbsttests in den Handel zu bringen. Das Unternehmen konnte den Termin jedoch nicht einhalten und verschob den Verkaufsstart auf den 12. März. Kunden, die in einer dm-Filiale einen Test erstehen wollen, werden diese wohl enttäuscht verlassen müssen.

Wie das Unternehmen mitteilt, wird es die Corona-Tests ausschließlich online geben, „da die gelieferte Menge nicht ausreicht, um 2.040 dm-Märkte angemessen versorgen zu können“, gibt Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung, bekannt. Doch auch im dm Online-Shop mangelt es zurzeit an Kapazitäten. Die Tests seien „bald wieder verfügbar“, heißt es. Für Kunden bedeutet das: Warten und bei der nächsten Bestellung möglichst schnell sein.

Nicht nur dm: Auch bei Rossmann sind die Corona-Selbsttests ausverkauft

Auch beim Mitbewerber Rossmann sind die virtuellen Regale für Corona-Selbsttest leer. Der Artikel „Boson
Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test“ sei „aktuell nicht vorrätig“, heißt es im Online-Shop. Beim Discounter Lidl startete am Wochenende der Online-Verkauf der Tests, auch hier war die Nachfrage wohl zu groß, sodass die Website zeitweise nicht mehr zu erreichen war. Am Montag hieß es auf der Seite nur, die Packungen seien „demnächst bestellbar“, schreibt die dpa.

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Corona-Selbsttest: Berichten zufolge verkauft Aldi „still“

Wie das Portal chip.de berichtet, verkauft der Discounter Aldi die begehrten Corona-Selbsttest „still“. Das bedeutet, dass Kunden aktiv an der Kasse nach den Tests nachfragen müssen, da die Tests wohl nicht in den Regalen angeboten werden. Aldi reagiert mit diesem Schritt wohl auf die gewaltige Nachfrage. Zum Verkaufsstart am vergangenen Samstag wies Aldi die Kunden auf eine begrenzte Abgabe der Tests hin. Trotzdem war die Selbsttests nach kürzester Zeit ausverkauft.

Corona-Selbsttests: So kommen Verbraucher:innen an die begehrten Tests

Derzeit sind die Drogerie- und Discounterketten mit der Nachfrage nach Corona-Selbsttest überfordert. Spätestens wenn weitere Handelsriesen in den Verkauf einsteigen, sollten genug Kapazität vorhanden sein, um die Kundenwünsche zu decken. Chip.de schreibt, dass Kaufland und Edeka um den 15. März die ersten Tests anbieten sollen, Penny, Rewe und Netto planen den Verkauf wohl auch in der Mitte des Monats. Bis dahin sind die Corona-Selbsttests auch in Apotheken zu haben. Die Abgabemenge ist laut chip.de-Berichten auf einen Test pro Kunden beschränkt, die Kosten für den Test sollen zwischen zehn und 20 Euro liegen. (jjf)

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