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Aldi kündigt große Änderung an: Doch Edeka kommt dem Discounter wohl deutlich zuvor

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Von: Julia Schöneseiffen

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Der Discounter Aldi will künftig nur noch Milch der Haltungsstufen drei und vier verkaufen. Aldi ist damit nicht die einzige Supermarktkette, die ihr Sortiment auf mehr Tierwohl ausrichten möchte.

Essen/Mülheim a. d. Ruhr - Im Sommer kündigte der Discounter Aldi an, künftig aus Gründen des Tierwohls kein Fleisch aus den niedrigsten Haltungsstufen mehr zu verkaufen. Nun wird diese Tierwohl-Initiative auch auf Trinkmilch ausgeweitet. Nach Angaben des Unternehmens wollen sowohl Aldi Süd als auch Aldi Nord bis spätestens 2030 in Deutschland nur noch Trinkmilch aus den tierwohlgerechteren Haltungsformen 3 und 4 anbieten. Die Aldi-Nord-Managerin Tanja Hacker hielt fest: „Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Nachfrage nach Tierwohl-Produkten wächst stetig.“

Aldi weitet Tierwohl-Initiative auf Trinkmilch aus

Die Haltungsstufen drei und vier garantieren etwa, dass die Kühe mehr Platz, frische Luft oder gar Auslauf im Freien sowie gentechnikfreies Futter bekommen. Bioprodukte sind automatisch als Stufe vier klassifiziert. Bisher war die vierstufige Haltungskennzeichnung nur bei Fleisch und Fleischwaren in Verwendung. Dies soll sich nun ändern und auch bei Milch- und Molkereiprodukten angegeben werden.

Die vier Haltungsstufen:

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Edeka und Netto: Umstellung bereits in diesem Jahr

Die vier Haltungsstufen ermöglichen es Verbrauchern, beim Einkauf auf den ersten Blick zu erkennen, wie hoch das Tierwohl-Niveau bei der Haltung der Nutztiere ist.

Milch im Kühlregal eines Supermarktes
Bis 2030 will Aldi nur noch Trinkmilch aus den tierwohlgerechteren Haltungsformen 3 und 4 anbieten. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd / dpa

Neben Aldi will auch die Supermarktkette Edeka Milch aus wenig tiergerechter Haltung aus ihren Kühlregalen verbannen. Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka und dessen Discount-Kette Netto haben sich sogar das Ziel gesetzt, diesen Schritt schon in diesem Jahr zu gehen, wie sie Anfang der Woche mitteilten, so die dpa. Weitere Milch- und Molkereiprodukte sollen folgen. (dpa/jsch)

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