Das Logo einer Aldi Süd Filiale.
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Aldi Süd hat sich dem Umweltschutz verschrieben (Symbolbild).

Verwirrung beabsichtigt

Versteckte Botschaft auf Aldi-Kassenzettel: Das hat es mit den mysteriösen 1-Cent-Beträgen auf sich

Auf Kassenbons zu Einkäufen bei Aldi erscheinen seit einiger Zeit mysteriöse 1-Cent-Beträge. Der Discounter will damit auf Umweltverschmutzung aufmerksam machen.

Essen - „Kassenzettel?“ - „Nein, danke!“ So endet für viele Menschen der Einkauf im Supermarkt. Doch einen Blick auf den Bon ist manchmal sinnvoll. Manchmal passiert beim Einscannen eben doch ein Fehler und man bezahlt zu viel. Und manchmal versteckt sich dort auch einfach eine Botschaft. So taucht bei Aldi seit einigen Wochen immer wieder ein mysteriöses Produkt mit einem Preis von 1 Cent zwischen den gekauften Produkten auf.

Der Kölner Radiomacher und Digitalberater Gavin Karlmeier postete kürzlich ein Foto seines Bons und schrieb dazu „Bei ALDI* kann man jetzt Geld im Gegenwert 1:1 kaufen.“ Tatsächlich steht dort zwischen „Kiwi grün Stück“ und „Chili-Mix 80g“ das Produkt „1 Cent“.

In den Kommentaren bringen Karlmeiers Follower Licht ins Dunkle: „1 Cent ist die missglückte Bezeichnung für eine Obsttüte“, lautet etwa ein Kommentar. „Ich war Freitag einkaufen, auch bei Aldi*. Bei mir in 53359 Rheinbach heißt es Obstknotenbeutel“, erklärt eine Followerin. Ein dritter Follower fragt sich, was Karlmeier mit dem Tweet beabsichtigte: „Somit wurde erfolgreich zum Nachdenken angeregt. Ich hoffe, der Redakteur hat denselben Zweck verfolgt und nicht nur schlampig recherchiert“, schreibt er.

Aldi bestätigt: Obstknotenbeutel kosten symbolischen Preis von einem Cent

Um sicherzugehen, fragte express.de bei Aldi* selbst nach. Schon seit 2019 verlange der Discounter, der kürzlich einen eigenen Lieferdienst angekündigt hatte, den symbolischen Preis von einem Cent für die Plastiktüten aus der Obst- und Gemüseabteilung. Das habe eine Sprecherin erklärt. Man wolle damit die Verbraucher darauf aufmerksam machen, dass die Tüten Plastikabfall und Umweltverschmutzung bedeuten.

„Mit dem symbolischen Cent für die sogenannten Knotenbeutel und dem gleichzeitigen Angebot der wiederverwendbaren Mehrwegnetze bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, sich bewusst für die Mehrweg-Alternative zu entscheiden und damit ihren Plastikverbrauch zu reduzieren.“ Mit Maßnahmen wie dieser wolle das Unternehmen die Verpackungen der Eigenmarken um 30 Prozent verringern - gemessen am Gewicht. Bis 2022 plant Aldi, zumindest auf recycelbare Produktverpackungen auszuweichen.

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